17.06.2012

Das „Komma“ ist der „Punkt“

Eine Betrachtung zu Römer 8, 28:

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“

Ich weiß noch gut den Zeitpunkt, als zum ersten Mal die Frage in mir aufkam, wozu ich auf diese Erde gekommen bin. Es war kurz nach meinem 25. Geburtstag. Es schien mir damals, als hätte ich „alles“ im Leben erreicht, was man erreichen konnte. Ich war verheiratet, hatte zwei liebenswerte Kinder, wir hatten ein eigenes Haus, Autos, alle erdenklich nötigen und unnötigen elektrische Geräte, wir hatten genug Kleidung, Essen soundso. Wir konnten uns Urlaub leisten und sparten an nichts. Mit diesen Gedanken lag ich eines Abends im Bett und schaute meinem Mann zu, wie er seine Arbeitskleidung für den nächsten Tag zurecht legte.

Ich dachte über mein Leben nach und dass es wohl ab jetzt langweilig werden würde, da ich, wie gesagt, der Meinung war, alles im Leben erreicht zu haben.

Ja, lächle nur, lieber Leser. In der Jugend ist man sehr blauäugig. Und das war ich absolut. Was zwischen meinem 25. Lebensjahr und heute, da ich auf die 60er Marke zusteuere, passiert ist, sprengt alle meine damaligen Vorstellungen von einem langweiligen Leben.

Kurz zusammengefasst wurde es sehr turbulent. Höhen und Tiefen musste ich durchleben, Prüfungen bestehen. Mich beweisen, durchboxen, ich musste lernen, mich zurück zu nehmen, mich zu behaupten. Ich musste durch schlimme Krankheitszeiten… Willkommen im richtigen Leben, das nach dem 25. Geburtstag tatsächlich weiter geht!

Nun – da wir alle solche Zeiten erleben, der eine kürzer, der andere länger, muss es doch irgendeinen vernünftigen Grund geben, WARUM wir, gerade wir, gerade ich, hier auf dieser Erde lebe. Warum lebe ich in einer Zeit, in der die rasanten Entwicklungen unserer Zivilisation inzwischen fast den Rahmen des Begreifens sprengen. Und nicht im Mittelalter oder vor tausend Jahren oder in tausend Jahren… sondern genau JETZT!

Diese Frage hing über Jahre wie ein riesiges Fragezeichen über meinem Leben. Bis zu einem Moment… einem einzigen Moment, als ich das KOMMA wahrnahm. Nicht nur ein ganz gewöhnliches Komma, nein DAS Komma überhaupt!

Der PUNKT, warum wir leben, in einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, mit bestimmten Voraussetzungen, ist einzig und allein in diesem KOMMA zu finden!

Nachdem ich mit 35 Jahren inmitten einer ziemlich heftigen Krankheit Gott fand, nachdem ich diesem Gott folgen und gehorchen, nach seinem Willen leben wollte, nachdem ich über zwanzig Jahre an diesem Thema herumgebastelt hatte, nachdem dieser liebende Gott anscheinend genug von meinem ewigen Fragen nach dem WARUM meines Lebens hatte, offenbarte sich mir mein Komma. Es ist nicht nur MEIN Komma, sondern das Komma aller, die nach Gott Ausschau halten.

Schau her lieber Leser. Ich will dir das Komma zeigen!

In Römer 8, 28 in der Bibel lesen wir:

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen die nach seinem Ratschluss berufen sind.“

Zerlegen wir diesen Schlüsselsatz in seine Einzelteile, finden wir dies:

„Wir wissen aber, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen!“

Da hätten wir also folgende Grundaussagen: Zuerst einmal ist es ein Hauptbestandteil, Gott lieben zu wollen.

°denen die Gott lieben°

Also ist es zuerst meine Entscheidung, Gott lieben zu wollen. So wie ich dies in den über 20 Jahren meines eigenen „Gott-lieben-wollens“ getan habe. Dazu kommt das Wissen, das Glauben, die Gewissheit, dass es so IST! Nun, was IST so? Dass denen, die Gott lieben

°alle Dinge zum Besten dienen°

Das heißt doch im Klartext, dass ALLES, was wir durchleben müssen oder dürfen oder wollen, egal was es auch sein mag, uns „ZUM BESTEN DIENT“ Wenn wir jedoch die Realität der Tage unseres Lebens genauer unter die Lupe nehmen, kommen wir zu dem größten Fragezeichen aller Zeiten.

WARUM????

Fragen wie: Warum passiert uns Dies und Das, was wir nicht verstehen? Oder warum haben wir auf Dies und Das keinen Einfluss obwohl wir alles Erdenkliche versuchen? Oder warum müssen wir durch Kummer und Leid? Wenn jedoch in der Bibel festgehalten wurde, dass uns alle Dinge zum Besten dienen, nicht vielleicht dienen, oder dass uns nur einige Dinge dienen und nicht alle, dann hat das sicher einen tieferen Grund.

Und wenn wir dazu auch noch den Glauben haben, dass Gott dies alles für uns WILL, dann muss es doch eine Erklärung dafür geben.

So also lag ich über zwanzig Jahre Gott in den Ohren und habe um Erkenntnis gebeten, warum ich manchmal grenzwertige Probleme durchstehen musste. Mehr als einmal hatte ich überhaupt keine Lust mehr auf die Umstände in meinem Leben. Ich bin von Natur aus ein Mensch, der seine Ruhe haben möchte. Harmonie im Zwischenmenschlichen ist eines meiner großen Herausforderungen bis heute. Streit will ich nicht, Ungerechtigkeit treibt mich in Verzweiflung.  Doch es war einfach so, es veränderte sich meist nichts, obwohl ich darum betete. Eines Tages, als ich einmal nicht vor Gott jammerte und „einfach nur“ in der Bibel gelesen habe, fand ich diesen Satz, der meine Welt gewaltig bewegte!

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, (KOMMA) die nach seinem Ratschluss berufen sind.“

Dies war der Augenblick, als ich etwas ahnte. Sollte ich, gerade ICH, von Gott BERUFEN sein?!? Sollte Gott den Entschluss gefasst haben, einen speziellen Auftrag für mich in meinem Leben zu haben? Also, ehrlich gesagt war ich eher der Meinung, nicht so wichtig für meine Umwelt zu sein, als dass ich die Ehre hatte, von Gott selbst „berufen“ zu sein, Seinen Willen zu tun. Dieser Gedanke war mir einige Nummern zu groß. Aber Gott zeigte mir ab diesem Zeitpunkt immer auf neue Art und Weise, dass es anscheinend doch Sein Wille war, mich zu gebrauchen.

Wie zeigte sich dies konkret? Es ging natürlich nicht von einem Tag auf den anderen. Heute sind seit meinem JA zu Gott fast 25 Jahre vergangen und ich kann überblickend sagen, dass sich alles, was mir inzwischen widerfahren ist, wie ein großes Puzzle gestaltet. Immer neue Erfahrungen und Erkenntnisse kommen in mein Leben. Ich wachse sozusagen in meine Berufung hinein. Man könnte es als eine Art Ausbildung auf Lebenszeit beschreiben.

Ich erinnere mich an einen Ausspruch eines meiner Lehrer, als ich noch in der Grundschule, also gerade mal etwas 10 Jahre alt war, der zu meiner Mutter sagte, man müsse mich „verstehen um mich zu verstehen“. Ein suspekter Satz, doch treffend für mich. Es gibt Menschen, die verstehen meine Art sofort, andere finden keinen Zugang zu meinem Denken. Dies war im Laufe meines Lebens ab und an ein großes Problem für mich. Wollte ich doch allen Menschen alles recht machen. Nur ich kam irgendwie immer falsch an. Bei Menschen, die mich sozusagen verstanden, wurde ich unsicher, ob ich denn auch ihren Erwartungen entsprach, mit dem Resultat, dass ich mich dann zurückzog, nur um keinen Fehler zu machen. Heute weiß ich mehr. Dieses Anderssein ist ein Baustein meiner Berufung.

Natürlich sind fast sechzig Jahre nicht in einem Satz erklärt, doch zusammenfassend könnte meine neue Lebensart so beschrieben werden:

Ich BIN anders, als viele Menschen. Meine Phantasie und Kreativität wurde mir in die Wiege gelegt. Vieles, was Menschen zuerst mühsam erlernen müssen, kann ich einfach so tun. Diese Begabungen hat mein Vater bereits in mir gesehen, als ich noch ziemlich klein war. Ich half ihm mit Begeisterung in seiner Schreinerwerkstatt, sah Arbeitsabläufe voraus und gab ihm das richtige Werkzeug zum rechten Moment. Ich erinnere mich noch, wie begeistert mein Vater oftmals regiert hat, wenn ich ihm als kleines Mädchen bei der Arbeit half. Natürlich gingen manche meiner Experimente auch schief, doch das stachelte nur meinen Ehrgeiz an, einen neuen Versuch zu starten.

Teil meiner Lebensart ist auch Durchhaltevermögen und Verlässlichkeit. Diese Eigenschaften brachten mir mit Mitte Dreißig eine schlimme Krankheit ein. Doch wie ich schon sagte, heute betrachte ich diese Lebensumstände als das Fundament für mein jetziges Leben mit und für Gott.

In meiner tiefsten Not war ich anscheinend reif für Gottes Plan für mein Leben. Ich fand Gott, suchte immer mehr in der Bibel nach Antworten, fand diese immer, ausnahmslos. Doch daraus resultierte natürlich nicht nur eitel Sonnenschein, sondern ich wurde Stück für Stück gefordert, mein Leben zu überdenken und gleichzeitig gefördert, diese Umstellungen auch durchführen zu können.

Eines Tages war der Moment gekommen, in dem Gott mir durch meinen Pastor eine Verheißung gab. Er sagte diesen wunderbaren Satz:

„Der Himmel steht offen über dir und du wirst noch Vielen zum Segen sein!“

WOW! Ich erinnere mich noch, dass dieser Satz wie ein Strom durch meinen Körper ging. Wenn der Himmel über mir offen steht, dann heißt dies im Klartext, dass ich uneingeschränkten Zugang zu Gottes Reden habe. Und dass ich Vielen zum Segen sein werde ist eine Dimension, die ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht richtig erfassen konnte. Doch Gott steht zu Seinem Wort. Schritt für Schritt verstand ich diese Verheißung. Mein Anspruch wurde immer größer, Gott dienen zu können.

Eines Tages während eines Urlaubs in Österreich „sprach“ Gott dann mit mir über meine Berufung. Es war mitten in der Nacht, als ich im Schlaf hörte, wie jemand meinen Namen aussprach. Ganz sanft hörte ich eine Stimme ELKE sagen. Dies geschah mehrmals, bis ich davon aufwachte. Wieso ich dies verstand, kann ich nicht sagen, doch in mir war eine Gewissheit, dass Gott redete. Und da ich bereits über zwanzig Jahre die Bibel las, kannte ich natürlich auch die Stellen, wo Menschen von Gott angesprochen wurden und reagierten. Eine Stelle im Buch 1. Samuel zum Beispiel besagt: „Rede Herr, denn Dein Knecht hört!“ (1 Sam 3,9) In dieser Nacht war auch ich bereit, Gott reden zu lassen.

Gott befahl mir nicht, er fragte.

„Willst du mein Lobpreiser sein, mein Anbeter, ein Fürbitter? Willst du Mir danken? Willst du darüber schreiben?“

Genau so stellte Er die Frage, wörtlich! Ich werde diese Sätze nie vergessen. Mein Herz klopfte heftig. Hier möchte ich noch erwähnen, dass Gott zwar Seine Menschen beruft, aber trotzdem der Wille des Menschen immer vor Gottes Willen stehen wird. Dafür wurde uns ein freier Wille gegeben. Ich hätte nein sagen können, und Gott hätte wahrscheinlich nicht mehr gefragt. Doch mehr als alles andere auf der Welt, wollte ich endlich das tun, wozu ich auf der Erde bestimmt war.

Was bedeutete diese „Berufung zum Lobpreise, zum Anbeter, zum Fürbitter, zum Danken… was meinte Gott mit „darüber schreiben“? Ich verstand diese Worte anfänglich nicht wirklich, also besorgte ich mir Lektüre über diese Begriffe und staunte nicht schlecht. Manche Menschen werden zum Predigen berufen, andere für die Mission, andere zum Evangelisieren, wieder andere gehen in die Seelsorge oder finden in sozialen Einrichtungen ihre Berufung. Ich jedoch „durfte“ Gott anbeten, Ihn loben und Ihm danken. Gott ist unser Schöpfer, Er weiß, und wusste, was ich gerne aus tiefstem Herzen tun wollte, bevor ich es selbst wusste. Er hat mich erschaffen. Er weiß am besten, wozu ich fähig bin und was ich mit Hingabe kann, nämlich sehr kreativ sein.

Viele „Zufälle“ folgten dieser Berufung. Eine Frau bot mir ein kleines E-Piano zum Kauf an. Seit meiner Jugend wünschte ich mir, Klavier spielen zu können, doch leider hatte ich nie Zeit dazu, um es zu lernen. Nun plötzlich stand ein kleines Klavier in meinem Haus. Ich setzte mich daran, spielte einfach mit den Tasten und bemerkte sofort, dass ich ohne auch nur eine Note lesen zu können, Melodien spielen konnte, die mir spontan einfielen. Ich erinnere mich noch, dass mein Mann und unser damaliger Hund in das Zimmer kamen, als ich auf dem kleinen Klavier so vor mich hin spielte. Mein Mann legte sich entspannt aufs Sofa und mein Hund legte sich davor auf den Boden. Beide schliefen völlig relaxt ein, während ich spielte. Da verstand ich, was Lobpreismusik bedeutet. Ich habe mir inzwischen ein großes E-Piano mit der neuesten Technik gekauft und Gott gibt mir ständig Impulse für neue Lobpreislieder. Inzwischen sind es über 50 Lieder geworden, die ich selbst spielen und direkt auf den PC spielen kann.

Aus dieser Lobpreismusik heraus begann meine „Anbetung“. Die beiden Teile gehören zusammen. Ich empfinde es immer noch als eine sehr große Ehre, Gott auf diese Weise anbeten zu dürfen.

Nun kam das Thema „Fürbitte“. Auch hiervon hatte ich keine Ahnung. Was war Fürbitte? Ich begriff, dass dieses Wort auseinender gelesen bedeuten konnte „Für jemanden zu bitten“. Als ich dies verstanden hatte, wurde ich von Gott immer wieder auf Menschen aufmerksam gemacht, die Gebet brauchten. Ich betete nicht mit ihnen, sondern für sie. Ich sah eine Not und brachte sie sofort vor Gott. Oder jemand rief mich an und bat um Gebet für irgendetwas oder irgendjemanden. Gott lehrte mich, nicht lange zu warten, sondern sofort zu beten.

Ein gravierendes Erlebnis zu diesem Thema hatte ich mit meinem eigenen Mann. Er war geschäftlich auf der stark befahrenen A8 in Richtung Bodensee unterwegs. Ich saß daheim gerade am Frühstück, als ich plötzlich einen inneren Impuls bekam: „Gib Mir deinen Mann – JETZT!“ Auch in diesem Moment wusste ich instinktiv, dass Gott mit mir redete, obwohl es nur eine Art Gefühlsregung war. Doch ich hatte inzwischen gelernt, dass JETZT auch JETZT bedeutet. Also betete ich folgende Worte: Herr ich segne meinen Mann und lege ihn Dir in die Hände. Dein Wille geschehe! Amen!

Mehr betete ich nicht. Ich machte mir auch keine weiteren Gedanken darüber. Bis dann etwa eine Stunde später mein Mann anrief und mir erklärte, was genau in der Zeit passiert war, als Gott mich aufforderte, Ihm meinen Mann zu geben. An seinem Auto löste sich der linke Vorderreifen, rollte quer über die Autobahn, sein Auto blieb im Randsteifen der Autobahn im Gras hängen. Es passierte nichts. Welche Ausmaße diese Sache hätte nehmen können, brauchen wir nicht zu erörtern. Viel zu oft sehen wir im Fernsehen schreckliche Bilder von Massenunfällen. Dies war das gravierendste Erlebnis in meiner Fürbitte. Seitdem höre ich sehr fein auf Gottes Bitten. Wer weiß, was passiert wäre, hätte ich mit meinem Gebet für meinen Mann nicht gleich reagiert.

Ein anderes Mal stand ich in unserer Kirche im Gottesdienst. Es war die Zeit des Lobpreises und der Anbetung. Ich kann in dieser Zeit nicht die Augen offen lassen. Also stand ich da mit geschlossenen Augen und betete Gott an. Plötzlich hatte ich das Gefühl, aufblicken zu müssen und mir fiel eine Person auf, die anscheinend wegen Überarbeitung andauernd mit dem Kopf zuckte. Ich kenne diese Person sehr gut und sie hängt mir auch sehr am Herzen. Es war mir sofort ein Bedürfnis, für diese Person zu bitten. Ich schaute also zu dieser Person hin und flüsterte ein Gebet, dass Gott doch eingreifen möge und schenken möge, dass dieses Zucken aufhört. Zu diesem Zeitpunkt spielte die Musik laut und die Person stand etwa 5 Meter von mir entfernt, es war also unmöglich, dass überhaupt irgendjemand mein geflüstertes Gebet hören konnte. Doch plötzlich drehte sich die Person in meine Richtung um und schaute mich direkt an. Ich war darüber so irritiert, dass ich anfing zu grinsen. Doch dessen nicht genug, drehte sich gleich darauf eine zweite Person zu mir um, von der ich weiß, dass sie in unserer Kirchengemeinde eine „Fürbitterin und Anbeterin“ ist, also die gleiche Berufung hat, wie ich sie habe. Und ich weiß auch, dass sie die Person, die mit dem Kopf zuckt, ebenso in ihrem Herzen hat wie ich dies tue. Auch sie sah mich direkt an und lächelte mir zu. Dies war die zweite Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg mit meiner Fürbitte war. Übrigens hat die Person, für die ich gebetet hatte, während des ganzen Gottesdienstes nicht mehr mit dem Kopf gezuckt. Ich war begeistert.

Natürlich bin ich dankbar, wenn ich höre oder sehe, dass Gott eingreift, dass sich Situationen und Probleme lösen oder dass einfach etwas Positives passiert, egal wofür ich gebetet hatte. Dies ist dann für mich die Vorarbeit für das Danken. Sollte man nicht dankbar sein, wenn man sehen darf, wie Gott eingreift. So fügt sich ein Puzzle an das andere. Und es macht richtig Spaß! Jemand hat einmal gesagt, dass Gott Berufungen ausspricht, die dem Menschen auch „liegen“. Also nicht gegen die Natur eines Menschen arbeiten, sondern mit ihr.

Und da du, lieber Leser nun bereits einiges aus meinen Erfahrungen mit Gott von mir gelesen hast, erübrigt sich die Frage, ob ich schreiben will, wie Gott mich gefragt hatte. Es ist mir ein großes Bedürfnis, all diese schönen Erlebnisse, die ich mit Gott habe, schriftlich festzuhalten. So ergab sich mein Ja zu Seiner Frage, ob ich schreiben will.

Letztendlich, nach fast sechzig Jahren, jetzt wo ich langsam alt werde, habe ich gefunden, wonach ich so lange gesucht hatte. Wozu lebe ich auf dieser Welt? Jetzt habe ich die Antwort gefunden.

Ich lebe hier, genau jetzt, um Gott zu gefallen, um Ihm zu dienen, für andere zum Segen zu werden. Der Himmel IST offen über mir, jederzeit! Ich wurde noch niemals von Gott in einer Situation alleine gelassen. Ich habe eine Bestimmung, die ich täglich leben darf. Interessant ist, dass man nie zu alt wird, um eine Berufung auszuleben. Wie kann man als Lobpreiser oder Anbeter in Rente gehen? Das geht nicht! Oder wie könnte ich die Fürbitte einstellen, wenn ich Not und Leid sehe? Das geht ebenfalls nicht! Und dankbar sein, das ist täglich nötig, damit man nicht unzufrieden wird. Solange wir sehen, wie Gott uns täglich beschenkt, wird Dankbarkeit letztendlich zum täglichen Leben gehören. Übrigens vertreibt Dankbarkeit auch dunkle Gedanken und demzufolge auch Depressionen.

Ja und schreiben werde ich wohl solange, wie meine Finger noch dazu in der Lage sind. Denn was kann man im Alter schöneres hinterlassen, als ein gelebtes Leben!

Also zum Schluss noch einmal betrachtet, ist das KOMMA letztendlich der einzig wahre, wichtigste Punkt im Leben! Denn wären wir nicht berufen, könnte uns nicht alles, was uns widerfährt, zum Besten dienen!

So einfach ist das!

Schließe doch für einen kurzen Moment die Augen und stelle dir dieses Wort in deinem Inneren bildlich vor.

„Berufung“

Höre in dich hinein. Schwingt etwas in deinem Innern, wenn du dieses Wort liest? Wenn ja, dann bitte Gott, dir deine eigene Berufung zu zeigen. Du wirst sehen, es bereichert dein Leben ungemein. Es wird sinnvoll, reich an immer neuen Erfahrungen und Erkenntnissen. Du bist auf der Gewinnerseite!

Wenn du durch diese kleine Betrachtung über das KOMMA Neues erlebst, würde ich mich freuen, wenn du mir dies mitteilen würdest.

Der Herr segne dich mächtig lieber Leser!

(c) ELECHA-MEDIA 2012