Gott segne dich – Nur eine Floskel oder eine übernatürliche Kraft

Der Herr segne dich!
Sei gesegnet!
Viel Glück und viel Segen!

Diese Worte kenne wir in der Regel alle.
Wer wurde nicht schon irgendwann einmal „gesegnet“? Meist hört man diese Worte bei Feierlichkeiten, bei besonderen Anlässen. Jemand, der „gläubig“ ist, wünscht dir „Alles Gute und Gottes Segen!“ Es mag dich berühren oder nicht, je nachdem wie du zu solchen Redewendungen des christlichen Glaubens stehst. Doch was steckt tatsächlich hinter solchen gut gemeinten Wünschen?
Wie du unschwer an meinen Publikationen sehen kannst, bin ich eine an Gott und Jesus und den Heiligen Geist glaubende Person. Ich liebe und verehre den Gott der Juden, der sich der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs nennt und genau so Jesus, der der Sohn dieses Gottes genannt wird.
Im Sprachgebrauch dieses Glaubens gehört „Segen aussprechen“ gewohnheitsmäßig dazu.
An sehr vielen Stellen der Bibel, dem inspiriert aufgeschriebenen Wort Gottes, findet man diesen ausgesprochenen Segen. Also gehört dieses Segnen sozusagen zu den wohlgemeinten Ritualen der Juden und Christen.
Doch ehrlich gesagt, hatte ich damit Mühe, und das solange ich an Gott glaube – und dies sind immerhin inzwischen 25 Jahre! Mir war es eher peinlich, „gesegnet“ zu werden und ich selbst konnte diese Worte gar nicht aussprechen, es war mir irgendwie suspekt.
Wohlgemerkt, ich liebe Gott seit ich Ihn kennen gelernt habe, doch dieser Part war wie gesagt, nicht so mein Ding.
Ich hörte meist an den Gottesdienst-Sonntagen ständig Leute, die andere Leute segneten. Ich wollte dies jedoch nicht bei mir und lenkte die Aufmerksamkeit immer schnell in eine andere Richtung. Es hörte sich in meinen Ohren immer irgendwie abgedroschen, so als Floskel dahingesagt, nicht ernst gemeint usw. an.
Irgendwann, es ist vielleicht ein Jahr erst her, lag ich nachts wach in meinem Bett und dachte über „segnen“ nach. Ich hatte am Abend zuvor einige Passagen der Bibel gelesen und war auf eine Stelle gestoßen, in der es um einen von Gott selbst ausgesprochenen Segen ging. Diese Worte, die ich dort las, waren so kraftvoll, sie waren eine Verheißung Gottes an Abraham, der ja bekanntlich der Stammvater der Juden wurde, bis heute!
Dieser Segen lautete folgendermaßen:

1 – Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.
2 – Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.
3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.                                                                                                                1. Mose 12,1-3 Luther

Mir war beim Lesen aufgefallen, dass Gott selbst sprach, dass Er Abram, dessen Namen Er später in Abraham umbenannte, einen Auftrag gab „geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Land…“ und Abram gleichzeitig Seine Hilfe und Wegbegleitung auf diesen Weg in ein unbekanntes Land, zusagte „in ein Land, das ICH dir zeigen will!“
Ich war irgendwie berührt, dass Gott diesen Mann, der plötzlich aus dem Namengewirr der Bibel auftauchte, auf diese Weise ansprach und anscheinend in diesem Moment in Gottes Planung für uns Menschen von Bedeutung wurde.
Und es  berührte mich, dass Gott Abram zwar einen Auftrag gab, doch im gleichen Atemzug Seine Hilfe und Begleitung zusagte. Ich dachte bei mir, wenn die Bibel heute genau so Gültigkeit hat, wie damals vor tausenden von Jahren, dann könnte man doch das Gleiche heute ebenso erleben.
Wir wissen aus der Geschichte, dass Abram, später Abraham auf unglaubliche Art und Weise zu seiner Aufgabe als Stammvater eines ganzen Volkes wurde, Dies kannst du bei 1. Mose im Alten Testament der Bibel gerne nachlesen.
Um bei meinem Text zu bleiben, lesen wir im Anschluß an die Aufgabenstellung den von Gott selbst ausgesprochenen Segen. Vor den Segen stellte Er eine Verheißung, die so unmöglich im Zusammenhang mit Abrahams Lebensgeschichte stand, dass man schon einiges an Glauben aufbieten muss, um dies überhaupt annehmen zu können. Abraham war zu diesem Zeitpunkt 90 Jahre alt, seine Frau Sara  80 Jahre. Sie hatten keine Kinder und nach der Biologie der Menschen war ein Kind in diesem Alter auch mehr als ausgeschlossen. Doch Gott sagte:
„2 – Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.
Hier haben wir den ersten ausgesprochenen Segen. Wie sollte Abraham kinderlos zu einem großen Volk werden? Stelle dir einmal vor, dir würde so etwas passieren, würdest du das glauben? Eher doch nicht! Doch Gott sagte Abraham dies zu und in der Bibel lesen wir darüber: Und Abraham glaubte. Gott selbst sagte Abraham zu ihn zu segnen – und Abraham sollte ein Segen sein.
Und die letzte Passage dieses Textes spricht von einer sehr großen Verheißung, die bis heute Gültigkeit hat: 3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
„Alle Geschlechter auf Erden“ sind ALLE Menschen dieser Erde, also auch du und ich! Das bedeutet, jeder Mensch auf der Erde wird von Gott selbst gesegnet! Das war eine große Erkenntnis für mich. Zumal ich einige Jahre zuvor diesen Satz „du wirst noch Vielen zu Segen sein!“ von unserem Pastor  gesagt bekommen hatte. Diese Worte schwangen in meinem Herzen und darum dachte ich wohl in dieser Nacht noch einmal über „segnen“ nach.
Nun, ich lag also da in meinem Bett und grübelte über segnen nach, als plötzlich vor meinem inneren Auge eine Art Film ablief, so als würde man mit wachem Verstand träumen. Ich sah Menschen stehen, über denen von anderen Menschen ein Segen in verschiedenen Varianten ausgesprochen wurde. Diejenigen, die den Segen aussprachen, waren mit einer Art Aura umgeben, so einer Art Membrane, die sie völlig umgab. In dem Moment, in dem sie einen Segen über eine weitere Person aussprachen, ging diese Membrane auch auf die „Gesegneten“ über. Diese Blase, sie hatte Ähnlichkeit mit einer übergroßen Seifenblase schwang um die gesegnete Person herum und gab ihr Schutz.
Dieses Bild war sehr beruhigend und mutmachend für mich. Ich begriff, dass „segnen“ keinesfalls eine nur dahergesagte Floskel von gläubigen Menschen war, sondern eine mit großer Kraft ausgestattete Geste, die zwar von Menschen ausgesprochen wurde, die jedoch in der geistigen Welt genau diesen Schutz bot, den die sichtbare Membrane bot.
Jedes Mal, wenn ein Mensch gesegnet wird, wird diese Membrane erneuert und gibt Schutz, Geborgenheit, Sicherheit in Gott. Das gefiel mir sehr!
So zeigte mir der Herr die wahre Bedeutung und die Auswirkungen eines ausgesprochenen Segens! Seitdem gefällt es mir sehr gut, wenn mich jemand auf irgend eine Art und Weise segnet – und dass ich im Gegenzug nun überall da, wo es gerade angebracht ist, die Menschen zu segnen, eben um diesen Membran-Schutz weiter zu geben.
Mein Fazit ist, dass Gottes Segen in keinster Weise „nur eine Floskel“ ist. Nein, es ist glaube ich das größte Geschenk, das du einem anderen Menschen geben kannst! Seitdem endet jede Email, die ich versende mit diesen Worten:
„Und das Beste kommt zum Schluß: Der Herr segne dich!“
In diesem Sinne: Sei gesegnet!