31.03.2011 Herrliche Aussichten

Gerade läuft im Fernsehen ein Werbetrailer bei BibelTV über das Wunder der Schöpfung. Als Hintergrund sieht man ein Bild aus dem Weltall mit dunklem Himmel und unendlich vielen Sternen. Im nächsten Augenblick bricht die feuerrote morgendliche Sonne von Osten durch die Wolkendecke und strahlt in mein Esszimmer, wo ich gerade zum Morgenkaffee sitze. Ich drehe mich um, weil die Sonne so durchdringend hell strahlt, und freue mich an diesem Schauspiel. Der Feuerball steht noch ziemlich tief, schaut gerade mal über die Nachbarhäuser und glüht durch die noch blätterleeren Bäume dieses Frühlings. Welch eine monumentale Schönheit.
Meine Aufmerksamkeit wird auf eine Bewegung auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelenkt. Dort geht gerade meine Nachbarin mit ihrem Hund Gassi. Vorbei an dem Vorgarten des Nachbarhauses. Seit gestern stehen dort die üppigen Narzissen in voller Blüte, die Hyazinthen sind in diesem Jahr kräftig und reichlich blühend. Sie verströmen einen wunderbaren feinen Duft, der über die Straße bis zu meinem Esszimmer dringt. Es ist ein wunderschöner Anblick, diese Masse an Frühlingsblumen anzusehen, die von der Sonne angestrahlt werden.
Plötzlich ist ein lautes Vogelgezwitscher auf meinem Balkon zu hören und ich drehe mich um, um nachzusehen, was da gerade vor sich geht. Eine Horde Spatzen fliegt lauthals zeternd hin und her, es scheint als würden sie tanzen. Und in dem großen Jasminstrauch, der direkt am Balkongeländer wächst, tummeln sich mehrere Vögel mit grau-weiß-gelbem Gefieder. Gleich darauf fliegen die zwei Wildtauben, die bei uns im Garten ihre Wohnung haben, auf den Giebel des Nachbarhauses und gurren lauthals. Und der erste Pfauenauge-Schmetterling setzt sich auf die gelbe Tischdecke meiner Gartenmöbel.
Dies geschieht alles in einem Zeitraum von vielleicht drei bis vier Minuten. Welch eine Vielfalt, welche eine Schönheit unserer Natur tut sich für mich in Minutenschnelle auf.
Ich sehe mir gerne Natursendungen und Tiersendungen im Fernsehen an. Schon manches Mal hat mich die Vielfalt der Schöpfung fasziniert. Mit wie viel Farbe unsere Natur erstrahlt, welch ein Spektrum an Kreativität. Natürlich sagen die Wissenschaftler, es sei Evolution. Aber ehrlich gesagt, dass solch eine Schönheit nur „entstanden“ sein soll… das ist mir zu wenig, zu einfallslos, zu gering. Nein, viel lieber stelle ich mir vor, dass es hinter diesem unglaublichen Potential an Schaffenskraft und Wiederherstellungsvermögen einen geben muss, der dies alles nicht nur erschaffen hat, sondern auch in seinen Ordnungen hält.
Mir wird angst und bange, wenn ich sehe, wie die Menschen die Erde kaputtmachen. Und trotzdem regeneriert sich die Natur meist in kürzester Zeit wieder auf ein natürliches Niveau. Wie wunderbar! Einmal wurde in einem Dokumentarfilm ein völlig abgebrannter Bergrücken in den Wäldern Kanadas gezeigt, wo durch Brandstiftung alle Bäume zerstört worden waren. Nur schwarze verkohlte Restteile lagen überall herum. Die Naturschützer waren am überleben und beobachten, aber menschlich gesehen war nicht viel auszurichten, so groß war der Schaden. Es war ein trostloses Bild, diese verbrannte Einöde anzusehen.
Doch bereits im nächsten Frühjahr wuchsen kleine neue Pflanzensprösslinge durch die Asche. In mir formte sich der Satz: „Hoffnung aus verbrannter Erde“.
Gerade hat die Erde in Japan gebebt, ein Tsunami hat nicht nur das Land verwüstet, nein auch die Atomkraftwerke, die von Menschen direkt an die Küste gebaut worden waren, kollabierten vor der Heftigkeit des Bebens und der nachfolgenden bis zu 27 Meter hohen Flutwelle. Die Verantwortlichen hatten zwar ein Erdbeben einkalkuliert, aber nicht in dieser Stärke und schon gar nicht eine Flutwelle dieses Ausmaßes. Das Resultat ist verheerend. Und das Schlimme daran sind die verseuchten Landesteile, selbst bis hin zum Meerwasser, das verseucht wurde. Menschen sind völlig macht- und hilflos gegen solche Katastrophen. Wäre in so einer fatalen Situation nicht ein Schöpfer wichtig, dem man seine Hilflosigkeit und seinen Frust anvertrauen könnte und von dem man annehmen dürfte, dass der, der das ganze Weltall erschaffen hat, auch in dieser schlimmen Situation wieder Ordnung schaffen kann. Ich jedenfalls brauche dringendst diesen Schöpfer. Ich brauche einen Platz, an dem ich meine Sorgen und meinen Kummer ablegen kann. Meine Hilflosigkeit damals, als ich im Fernsehen zusehen musste, wie die beiden Twin-Tower in New York in sich zusammen stürzten oder jetzt aktuell die Wassermassen ansehen konnte, die unaufhaltsam und grausam real über das gepflegte Land der Japaner hinwegrollte und nur schwarze Verwüstung und Chaos hinterließen.
Wie dringend ist in solchen Momenten ein Platz, an dem ich weiß, ich bin geborgen. Wir sind auf diesem wunderschönen blauen Planeten nicht alleine mit all dem Chaos, das Menschen verursachen. Ja, du mögest nun sagen, ein Erdbeben und ein Tsunami sind keine von Menschen gemachten Katastrophen, da hast du völlig recht. Aber die Menschen wissen genau, dass diese Landesteile extrem erdbebengefährdet sind und bauen trotzdem Wohnsiedlungen und sogar Atomkraftwerke genau auf diese Stellen. Nun sage mir nicht, dass dies die Schuld des Schöpfers ist. Nein, dafür sind einzig und allein die Menschen verantwortlich. Genau wie dieser abgebrannte Wald in Kanada, so wird sich das Land wieder von selbst regenerieren. Was bleiben wird, sind die Überreste unserer menschlichen Zivilisation. Das ist der Unterschied.
Aber was ich eigentlich hier ausdrücken wollte… wir sehen auf all die Schrecknisse – und hinter mir geht die feuerrote glühende Sonne dieses Frühlingsmorgens auf, als wäre nichts geschehen. Die Blumen entfalten ihre bunte Blütenpracht, die Vögel zwitschern, wir können jeden Tag TV-Sendungen ansehen, die uns die Vielfalt der Natur der Schöpfung ins Haus liefern. Wir können in die Natur hinaus gehen und beobachten. Wie viele ruhig dahin ziehende Wolken überfliegen uns tagtäglich, wie viele Tiere sorgen jahrein jahraus für neue Generationen ihrer Spezie. Die Welt dreht sich weiter, das Leben pulsiert überall.
So gesehen heute morgen innerhalb von Minuten. Ich bin begeistert von der Vielfalt unserer Erde. Und wie gesagt, Evolution ist mir zu wenig. Ich will zu diesen Wunderwerken den kennen lernen, der dies alles nicht nur erschaffen hat, sondern der es auch tagaus tagein erhält pflegt und erneuert.
Ja, ich bin Christ. Ich liebe den Gott, von dem gesagt wird, ER hat diese Erde in dieses riesige unendliche Weltall gesetzt, die Sterne in die Umlaufbahnen gebracht und täglich neu dafür sorgt, dass auch alles funktioniert.
Ja – diesem Gott will ich mein Leben anvertrauen! Ich weiß, ich bin geborgen. Ich weiß, wir sind niemals alleine. Ich weiß, dass die Schönheit der Natur für uns gemacht wurde, um uns zu erfreuen. Ich weiß, dass wir alle von diesem Gott von Herzen geliebt werden. Ich weiß, dass dieser Gott „WILL“!
ER will für uns sorgen, auf uns achtgeben, uns behüten und beschützen, uns Seine ganze Schönheit jeden Tag neu schenken, damit wir Freude haben. Das Einzige, was wir zu tun haben ist ebenfalls „zu wollen“, dann läuft das von alleine!

Sind dies nicht…. HERRLICHE AUSSICHTEN!