KLAUS

eine Lektion über Anbetung

Nun, wir alle wissen ja, dass Gott niemals etwas zweimal gleich macht. Und auch ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass Er immer wieder für Überraschungen sorgt. So auch heute in den frühen Morgenstunden.

Ich war noch nicht richtig wach, eher so im Halbschlaf. Seit vielen Jahren habe ich mir angewöhnt, immer und überall in Gedanken Gott zu loben und Ihm für so vieles, was in meinem Leben „einfach so“ gut läuft, zu danken. So auch heute Morgen, wie gesagt, im Halbschlaf. Ich möchte dies hier zum besseren Verständnis in wenigen Worten etwas näher erklären. In dem Moment, wo der Verstand nach dem Schlaf in der Nacht wieder real funktioniert, wo sich die Gedanken wieder beherrschen lassen, wo man anfängt, über den kommenden Tag nachzudenken, beginne ich wie gesagt, ganz automatisch Gott zu danken. Inzwischen gehört dies zu meinem ganz alltäglichen Ablauf. So war es heute Morgen. Mitten in meine Gebetszeit drängte sich plötzlich der Name KLAUS in meine Gedanken. Immer wieder, bis ich es realisierte. Auch dies ist mir nicht mehr unbekannt. So spricht Gott. Besser gesagt, dies ist eine Art, meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ich sah einen Mann auf einem Berg stehen. Besser gesagt auf der Spitze eines Berges. Ich erkannte die Landschaft, man konnte auf ein weites fruchtbares Land hinunterschauen, es war der Berg Carmel in Israel. Der Mann stand da mit erhobenen Armen, mit dem Kopf in Richtung Himmel. Er war ins Gebet vertieft, das konnte ich erkennen.

KLAUS…. Klaus betet an! Diese Worte kamen in mein Innerstes. Ich wunderte mich über den Namen Klaus. Hatte er eine besondere Bedeutung? Warum ausgerechnet KLAUS? Es war kein biblischer Name. Wieso zeigte mir Gott einen Beter, der offensichtlich eng mit Ihm in Verbindung getreten war?

Da bekam ich eine Erkenntnis geschenkt. KLAUS steht für „alle Welt“. Gottes Wunsch ist es, dass alle Welt Ihn anbeten will. Hätte Gott mir den Mann als David, Petrus, Johannes oder mit einem der biblisch genannten Namen vorgestellt, könnte man den Eindruck gewinnen, nur „Gläubige“ beten Gott an. Doch KLAUS, ein rein weltlicher Name stand eben, wie gesagt, für eine Anbetung von jedem einzelnen Menschen auf unserer Erde. Gott allein weiß, wer ihn in Liebe anbetet. Ob Weltmensch oder Gläubiger. Die innere Einstellung ist wichtig.

Ich bemerkte an Klaus die ordentliche, gepflegte Kleidung, seine sauber geschnittenen Haare, gepflegte Hände und fragte mich, warum ich so gezielt darauf aufmerksam gemacht wurde. Auch darüber bekam ich postwendend eine Antwort.

Tempel Gottes …Schau ihn dir genau an. Erinnere dich, wie der Tempel Salomos beschrieben wird.

Ich kenne die Bibelstelle, in der das Baumaterial genauestens aufgelistet ist. Salomo hatte Schätze in unvorstellbarem Wert in den Tempel verbaut.

Nun seid ihr mein Tempel. Es gefällt mir, wenn ihr euch pflegt. Reinigt euch, nehmt Mich ernst, nehmt eure Berufung ernst, dient Mir mit den Talenten, die Ich euch gegeben habe. Ich liebe es, wenn ihr mich anbetet!

Meine Aufmerksamkeit wird auf Klaus´ Körperhaltung gelenkt. Er scheint „in sich zu ruhen“, „sich ganz hinzugeben“, „mit Gott eins zu sein“. Er hatte keinerlei Schmuck an sich. Warum mir das auffiel, wusste ich nicht. Ich hörte nur in mir

Seine innere Einstellung Mir gegenüber ist sein Schmuck. Seine Ausstrahlung wirkt auf Menschen. Sie werden zuerst von seinem Äußeren angenehm berührt, so hat er Zugang zu ihren Herzen, erweckt Vertrauen und kann Zeugnis von Mir geben. Dies ist Mein Wille für sein Leben.

Da kommt mir die Erkenntnis. Seit einiger Zeit ist es mir ein großes Anliegen, meine Berufungen Lobpreis, Anbetung, Fürbitte… und Schreiben in vollem Umfang verstehen zu lernen. Zum richtigen Lobpreis wurden mir bereits einige sehr wertvolle Lehren gezeigt. Eine, ich glaube die Größte ist die Erkenntnis, dass Lobpreis eine Lebenseinstellung ist. Wie ich vorher schon angedeutet habe, ist mir die Verbindung zu Gott im Lobpreis bereits zum täglichen Lebensstil geworden. Anscheinend wurde mir jetzt in diesem Moment die tiefere Bedeutung von Anbetung gezeigt. Ich verstand die äußere Voraussetzung. Zum Beispiel zu wissen, wer ich in Gott bin gibt Selbstsicherheit. Dies wiederrum drückt sich in der Körperhaltung aus. Ein gepflegtes Erscheinungsbild zu haben bedeutet, auf andere Menschen in positiver Weise zu wirken, was unweigerlich Vertrauen aufbaut.

Doch was ist letztendlich maßgebend für Gott. Ich bekam auch dies sofort gezeigt.

Klaus hatte keinerlei Anliegen an Mich, keine Bitten um dies oder das, kein Jammern vor Mir. Klaus gab mir seine ganze Aufmerksamkeit, er gab mir seine ganze Liebe, er wollte nur mit mir Gemeinschaft haben. Sonst nichts. Er hat nicht um die Erfüllung seiner Wünsche und Bedürfnisse gebetet. Das erfreut mein Herz. Denke einmal an einen Menschen den du liebst. Du bist sehr gerne in seiner Gesellschaft. Hast du dabei immer nur die Erfüllung deiner Wünsche als Gesprächsstoff? Wohl kaum!  Oder erfreust du dich einfach an der Gemeinschaft? So ist es auch mit Mir. Ich liebe es, wenn Meine Geschöpfe zu Mir kommen, sich Mir ganz hingeben. Denkst du, dass Ich ihnen zu einem anderen Zeitpunkt nicht ihre Wünsche erfülle oder ihre Probleme löse? Ich gebe immer mehr zurück, das weißt du doch?! Ich wäre nicht euer Gott, wenn ich dies nicht tun wollte. Ihr alle seid Mir wichtig. Ich lasse euch nicht alleine, keine Angst! Es muss jedoch zwischen uns Gemeinschaft herrschen. Dies mein Liebling wollte ich dir heute Morgen zeigen. Du hast um Erkenntnis über wahre Anbetung gebeten, Ich erfülle dir diesen Wunsch gerne. Bete Mich an wie Klaus das tut. Bleibe in Mir, damit Ich in dir bleiben kann.

Dies war also die Bedeutung von „Anbetung“. Kein großer Wort-Wasserfall oder immer wieder wiederholte gleichbleibende Texte wollte Gott von Seinen Menschen hören. Einfach nur Seine Gemeinschaft suchen. Ehrlich und ohne Hintergedanken. Gott hatte recht. Niemals würde mir einfallen, bei einem Menschen, der mir sehr am Herzen liegt nur immer und immer wieder über meine Probleme zu reden und von ihm ständig Lösungen zu erwarten. Vielmehr genießt man doch die Zweisamkeit mir solchen Menschen.

So „einfach“ ist Anbetung…. So einfach ist das Evangelium. Wie Gott vor einiger Zeit zu mir sagte:

„Elke – einfaches Evangelium! Mein Joch ist leicht!“

Ich komme immer mehr in die Erkenntnis über Gottes Willen und Seinen Weg mit mir, ja mit uns allen lieber Leser!

Ich will dich ermutigen, Gott auf diese Weise zu suchen, mit Ihm Kontakt aufzunehmen. Einfach zu genießen. Vielleicht bedarf dies noch einiger Übungsstunden. Aber letztendlich wird sich der Erfolg einstellen. Gott einmal hautnah zu spüren, mehr als ich es bisher erlebt habe – das ist mein erklärtes Ziel!