Vergebung – Gottes Schachmatt in einem Zug

Posted by on 20 Mrz 2012 | Filed under: Books - Gedruckte Mutmacher

V E R G E B U N G – Gottes Schachmatt in einem Zug!

Eine Story vom Weltgebetstag der Frauen 2012

Ich möchte hier eine Story erzählen. Eine wahre Geschichte, eine meiner unglaublichen Geschichten über Gottes augenzwinkernde Führung für mich.

Dazu gehören diese Schlüsselworte:

 

Im ersten Akt dieser „wunder“-baren Begebenheit…

NEGATIVE ERFAHRUNG

ANGST

BESTÄTIGUNG DER ERFAHRUNG

ZORN – GROLL

 

Im zweiten Akt…

WELTGEBETSTAG DER FRAUEN

MEINE KREATIVE BEGABUNG

BEREITSCHAFT EIN SEGEN ZU SEIN

UM GESEGNET WERDEN ZU KÖNNEN

Ich will hier erzählen, warum eine negative Erfahrung gepaart mit einer kreativen Vorbereitungsarbeit für einen Weltgebetstag der Frauen letztendlich zu einem großen Segen für mein Leben wurde.

Die Vorgeschichte, für die ich das Schlagwort Negative Erfahrung einsetzen möchte, ereignete sich bereits vor einigen Jahren. Diese Vorgeschichte hier zu erzählen, gehört zwingend zu meiner Story.

Wir bekamen damals einen kleinen Welpen, einen sehr agilen kleinen Dobermann namens Zeuss. Ich nannte ihn liebevoll Zeussel. Er wurde mein absolut erklärter Liebling. Er war sehr sensibel, feinfühlend und sehr anhänglich, er wurde mein Schatten, wenn man das so sagen will, denn er folgte mit auf Schritt und Tritt. Zudem war er noch mein Geburtstagsgeschenk zu meinem 50. Geburtstag. Ich liebte ihn sehr.

Ziemlich zur gleichen Zeit bekam ein Ehepaar, das einige Häuser weiter in unserer Straße wohnt, ebenfalls einen Welpen. Im Gegensatz zu unserem kurzhaarigen kleinen Energiebündel war der Welpe der Nachbarn ein riesiges Tier mit langer Zottelmähne. Wir begegneten uns bei unseren täglichen Spaziergängen immer wieder und so kam es, dass die beiden heranwachsenden Rüden irgendwann zusammentrafen. Leider nicht mit guten Absichten. Bis zu dem Tag X, der mein Leben total verändern sollte, wurde unser gutmütiger Dobermann drei Mal von dem inzwischen zu einem stattlichen Hund herangewachsenen Tier gebissen. Selbst wenn unser Hund aggressiv gewesen wäre, hätte er nicht viele Chancen gehabt, da der Gegner ein enorm dickes Fell hatte. Ein Dobermann dagegen ist bedingt durch sein Kurzhaarfell und seinen schlanken Körperbau schnell verletzbar. So hatten wir immer das Nachsehen und ich die mühsame Arbeit, meinen Liebling wieder gesund zu pflegen.

Aus dieser Negativen Erfahrung erwuchs nach und nach Angst.

Um mit meinem Hund ins nahegelegene Feld zu gelangen, musste ich an dem Haus der Nachbarn vorbei. Jedes Mal mit einem flauen Gefühl im Magen, denn die Nachbarn hatten kein Hoftor, was zur Folge hatte, dass die Leute nur ihre Haustüre zu öffnen brauchten, und der Hund kam angerannt.

So geschah es dann auch eines Tages,  und genau dies passierte. Ich lief mit Zeuss an dem Grundstück vorbei, die Frau stand mitten im Hof, die Haustür ging auf und der Hund kam geradewegs auf uns zugerannt. Trotz meines Einwirkens konnte ich nicht verhindern, dass Zeuss gebissen wurde. Was mich dabei aber so unglaublich aufregte, war die Reaktion der Leute. Niemand wirkte auf den Riesenhund ein, sie ließen ihn einfach gewähren. Irgendwann ließ er dann von uns ab. Ich stand da mit einer Platzwunde an der Stirn und überall mit blauen Flecken übersät und Zeuss hatte wieder einmal eine blutende Bisswunde.

So  hatte  ich  ab  diesem  Zeitpunkt die Bestätigung der Erfahrung und meine Angst wurde von Tag zu Tag größer. Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, einen Schock bekommen zu haben. Monatelang konnte ich nicht einmal an dem Haus vorbeilaufen, selbst ohne Hund hatte ich panische Angst davor, der Hund könnte wieder angerannt kommen.

Nachdem der Hund nach der Attacke auf uns wieder ins Haus gelaufen war, ich da mit meinem zitternden Liebling stand und mich vor Schreck kaum bewegen konnte, ging die Frau zu ihrer Arbeit zurück, die sie anscheinend gerade getan hatte, als wäre nichts gewesen. Das setzte mich so in Wut, dass ich zu ihr hin rief. Doch sie reagierte nur mit Schimpfen. Das war der Ursprung von meinem Zorn und Groll.

Dieser Zorn ging dann irgendwann in Groll über. Ich grüßte sie nicht mehr, war sauer auf die Leute… und schimpfte überall über sie. Wir wissen zwar alle, dass Groll keine Lösung ist, doch meine Bereitschaft, mich mit der Frau auszusprechen, war nicht vorhanden. So ging das einige Jahre. Inzwischen ist mein Liebling bereits im Hundehimmel und die Sache müsste längst vergessen sein. Doch weit gefehlt. ICH vergebe nicht! Die Frau grüßte zwar, doch ich übersah sie einfach. Ich traf sie beim Zahnarzt im Wartezimmer, sie grüßte, doch ich nicht! Ich traf sie im Einkaufsmarkt, ging ihr aus dem Weg, beeilte mich an der Kasse… mit dem Ergebnis, dass sie direkt hinter mir ihre Waren auf das Band stellte und mich grüßte. Ich grüßte natürlich nicht. Nein – ich war nicht bereit!

Und trotzdem liebe ich Gott, und trotzdem bete ich und glaube fest, dass Gott mir selbst ja alles vergeben hat. Ich bin sicher, Gott schüttelte öfter den Kopf über meinen Kleinmut.

Dies also war die Vorgeschichte zu Akt zwei meiner Story.

Nun kam in diesem Frühjahr meine Freundin zu mir und bat mich, ihr ein Bild zu malen. Sie ist eine der Initiatoren des jährlichen Weltgebetstages der Frauen, bei dem an einem festgesetzten Tag Frauen auf der ganzen Welt für die Frauen in einem bestimmten Land beten. In diesem Jahr war das Ursprungsland Malaysia. Das Bild zeigte zwei Frauen, die einer dritten Frau ihre Hand reichen, um sie hoch zu ziehen. Zwischen den beiden helfenden Frauen sah man eine weiße Gestalt, sinnbildlich für Jesus, die die beiden schützte.

Da ich von Natur aus eine kreative Begabung habe, tat ich ihr den Gefallen gerne und setzte das Titelbild der Broschüre, die zu diesem Tag angefertigt worden war, maßstabgetreu auf ein Bild in der Größe 130 x 130 cm um. Es war eine Herausforderung. Ich klebte 35 DIN-A-4 Blätter zusammen, faltete das kleine Bild in 64 gleiche Vierecke, gab jedem Viereck eine Nummer, faltete die 35 A-4-Seiten  in 64 gleiche Vierecke, gab jedem Viereck die gleiche Nummer, übertrug die Konturen mit Bleistift auf das Papier, legte das Riesenpapier unter ein Seidentuch, malte mit Bleistift die Konturen auf die Seide, erst dann begann der eigentliche Mal-Akt. Doch es gelang unerwartet zügig. Das Tuch war am Ende ohne Makel, alles hatte wunderbar funktioniert.

Klar – denn Gott hatte ja einen Plan für mich!

Der Schlüssel für ein gutes Gelingen liegt, so glaube ich, in der Bereitschaft ein Segen zu sein. Ich glaube, man sollte mit dieser Bereitschaft nicht so zurückhaltend sein, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit meinen Begabungen die Möglichkeit gekommen habe, anderen Freude zu bereiten, das heißt letztendlich, ein Segen sein zu können. Und dies macht mir wirklich viel Spaß. Und wie ich später berichten werde, lässt sich Gott nichts schenken. Im Gegenteil, er gibt immer vielfachen Segen zurück.

Nun kam der Abend der Veranstaltung. Das Tuch hing in der Kirche hinter dem Altar und strahlte Gottes Gegenwart aus. Ich war glücklich! Meine Freundin konnte sich nicht verkneifen, in ihrer  Moderation auch zu erwähnen, „wer“ dieses Bild gemalt hatte. Ehrlich gesagt, war mir das ziemlich peinlich. Dies war dumm, denn Jesus selbst sagte schon: Stelle dein Licht (Deine Begabungen) nicht unter den Scheffel!

Hätte sie mich nicht namentlich benannt, wären viele nachfolgende Situationen nicht entstanden. Denn daraus ergaben sich dann im Laufe des Abends noch einige Gespräche über die Herstellung des Bildes. Alle interessierten Frauen lobten meine Arbeit und ich konnte Gott die Ehre geben, denn ich antwortete den Frauen immer wieder, dass es Gottes Verdienst ist, Er hat mir diese Begabung geschenkt. Ich durfte an diesem Abend die Erfahrung machen, dass ich unter anderem auch auf diese Weise vielen zum Segen sein kann.

Nach dem Ende der Veranstaltung wurde noch malaysisches Essen gereicht. Ich nahm an dem Essen teil, kam jedoch etwas später in den Raum, sodass die meisten Frauen schon an den Tischen Platz genommen hatten. Ich wurde von einigen Frauen in ein Gespräch bezüglich des großen Seidentuches verwickelt und hätte mich gerne zu ihnen gesetzt. Natürlich schmeichelt es dem Ego nicht wenig, wenn man Lob erntet. Doch der Herr hatte Seine eigenen Ideen…

Eine Freundin, die ich zu dem Gebetstag mitgebracht hatte, setzte sich an einen ganz anderen Platz. Und da ich sie nicht alleine da sitzen lassen wollte, nahm auch ich – ehrlich gesagt etwas widerstrebend – dort Platz. Auch die nun um mich herum sitzenden Frauen fragten nach meinem Bild und ich unterhielt mich angeregt ….

Und merkte dabei überhaupt nicht, dass die Frau, gegen die ich diesen Groll hegte, mir genau gegenüber saß. Ich kann dies heute noch nicht glauben, ich habe sie natürlich gesehen und doch „nicht gesehen“, ich nahm sie zwar wahr, doch nicht als die Frau, gegen die ich grollte. Ich unterhielt mich sogar mit ihr, schenkte ihr Wasser nach. Wir erzählten und lachten – und ich erkannte sie nicht. Ist das nicht unglaublich!?! Hätte ich sie erkannt, was ja wohl das Naheliegendste gewesen wäre, da ich sie tagtäglich in der Straße sehe, hätte ich mich niemals auf diesen Platz gesetzt. Im Nachhinein habe ich erkannt, dass mir Gott da im wahrsten Sinne des Wortes „blinde Augen“ gegeben hatte.

So ging das Essen vorüber, die Frauen waren im Aufbruch, ich begleitete sie zur Ausgangstür, wünschte allen einen guten Heimweg… und als die Frau bereits auf der Straße stand und sich noch einmal zu mir umdrehte und mir einen schönen Abend wünschte – erst da erkannte ich sie!

Ich stand da, schüttelte den Kopf, ging dann nach Hause und erzählte alles meinem Mann. Er wusste natürlich von der Geschichte mit den Hunden und meinte nur, es wäre soundso längst Zeit, dass ich die Sache „abhakte“. Doch ich begriff immer noch nicht Gottes Plan dahinter. Erst als ich die Story am nächsten Tag meiner Freundin erzählte, wurde mir plötzlich klar, was wirklich geschehen war.

Gott hatte anscheinend keine Lust mehr, mir zuzuschauen, wie ich mir selbst im Weg stand. Er fädelte die Lösung so geschickt ein, dass ich über ein Bild in der Kirche zu einer „unbemerkten“ Vergebung gelangte, die nach einem freundlichen Gespräch, einem gemeinsamen Essen und gemeinsamem Lachen nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte. Diese Erkenntnis brachte mich zum Lachen! Er hatte mich mit einem sehr geschickten Schachzug Schachmatt gesetzt. Es war mir, als hörte ich Gott ebenfalls lachend sagen: Habe ich dir nicht gesagt

Mein Joch ist leicht! Matth. 11,30

Ja, Sein Joch war tatsächlich leicht. Unter einem Joch zu stehen bedeutet unweigerlich, dass der Stärkere die ganze Last trägt und der Schwächere nur mitzulaufen braucht. So hatte mich Gott also an diesem Abend wieder einmal zurechtrücken müssen, damit ich endlich die Leichtigkeit Seiner Gegenwart und Führung erkannte.

Einige Jahre hatte ich nun damit verbracht, zu grollen, bis ich bereit war, ein Segen für andere zu sein, dafür schenkte mir Gott dann an diesem Abend die Erkenntnis von Gesegnet werden.

So ging ich nun also mit Vergebung im Herzen meinen Weg. Doch Gott wollte mehr von mir, Er macht keine halben Sachen, Er ist Perfektionist. Erst wenn alles vollkommen wieder im Lot ist, ist Er anscheinend zufrieden – das ist natürlich gut so, keine Frage. Vor einigen Tagen wachte ich mitten in der Nacht auf. Nachdem ich in Sekunden aus dem Tiefschlaf hellwach wurde, war mir klar, ich hatte eine „Audienz beim Vater“. Ich schlug meine Bibel auf, landete bei 1. Chronik, an der Stelle, wo Salomo die Bundeslade in den neu erbauten Tempel holen ließ. Salomo und das ganze Volk kamen mit Lobpreis und Anbetung – dies war auch meine Berufung! Ich erinnerte mich daran, dass die Leviten damals „geheiligt“ sein mussten, das heißt unbelastet und unbeschwert durch irgendwelche störenden Dinge in ihrem Leben. Dafür waren damals die Tieropfer notwendig.

Meine Berufung für Lobpreis und Anbetung, die ich vor Jahren von Gott bekommen habe, ist mir sehr wertvoll. Ich erkannte, dass ich niemals meinen „Dienst“ für Gott exzellent tun konnte, wenn irgendwelche „Störenfriede“ – also Dinge, die den „Frieden stören“ in meinem Leben vorhanden waren. Und Zorn, Groll und Unvergebenheit waren solche Störenfriede. Ich hatte verstanden!

In dieser Nacht sprach Gott zu meinem Herzen:

Elke schreibe der Frau einen Brief, erkläre ihr, dass du nicht mehr böse auf sie bist. Und schenke ihr Blumen!

Diese Anweisung Gottes war sehr stark in mir. Das habe ich dann getan und zu meiner und der Freude der Frau, hatte sie das gleiche schon vorgehabt, nur Gott war mit mir schneller. Denn ich brauchte die Erfahrung der Vergebung!

Welches wunderbare Gefühl diese Geschichte in mir ausgelöst hat, ist unbeschreiblich. Ich muss nicht mehr zürnen, was eine Befreiung ist. Und ich durfte einmal mehr sehen, wie Gott an mir arbeitet. Es ist ein großes Privileg, von Gott in eine Ausbildung genommen zu werden, das darf man nicht vergessen. Gott ist geduldig, verständnisvoll, liebevoll im Umgang mit unseren menschlichen Schwächen. Er sieht die Not und ist bereit zu helfen.

Voraussetzung allerdings, so glaube ich heute nach über zwanzig Jahren, in denen ich Gott schon in vielfältiger Weise erleben durfte, ist unsere Bereitschaft, Ihn in unser Leben auch einwirken zu lassen.

Für mich wird dieser Weltgebetstag der Frauen 2012 ein unvergessliches Ereignis bleiben.

Denke daran, lieber Leser, liebe Leserin! Gott IST Liebe, wir sind Seine Geschöpfe, sollten demnach ebenfalls Liebe sein, zumindest sollten wir versuchen, sie zu praktizieren. ER weiß genau, was gut und schlecht für uns ist. Für mich war dieser jahrelang gehegte Groll nicht gut. Doch ich war Gott so wichtig, dass Er mich in diese Situation gebracht hat, auf Seine Art, wie immer unvergleichlich, unverkennbar, unübertrefflich! Nun ist alles gut und ich habe Frieden darüber.

PS:

Nachdem ich der Nachbarin den Brief und die Blumen gebracht hatte, telefonierten wir noch einmal. Dabei erwähnte sie, den Gedanken mit den Blumen hätte sie ebenfalls schon länger gehabt. Am nächsten Morgen stand vor meiner Haustür ein wunderschöner Frühlingsstrauß! Der Kommentar der Frau war:

„Anscheinend hat Gott da wirklich seine Hand im Spiel!“

Ich habe dazu ein lautes AMEN!

Und gebe Gott dafür alle Ehre!

 

Randnotizen – Gottes Kommentare zu unserem täglichen Leben

Posted by on 02 Mrz 2012 | Filed under: Books - Gedruckte Mutmacher

Randnotizen

Gottes Kommentare zu unserem täglichen Leben

Lebenserfahrungen

Vorwort

Ich hatte einen Traum. Ich träumte, dass ich mit Bügeln beschäftigt war, als sich plötzlich ein Wort in meinem Kopf festsetzte.

Randnotizen

Irgendwann realisierte ich, dass sich dieses Wort andauernd wiederholte, wie eine hängengebliebene Schallplatte. Da wurde ich aufmerksam und wachte auf.

Ich kenne dieses „Reden Gottes“ inzwischen. Was bedeutet dieses Wort? Was wollte Er mir damit sagen? Solche Aktionen enden immer in einer Erkenntnis über das Leben oder in einer Hilfestellung bei verschiedenen Problemen, die ich in meinem Leben schon lösen musste.

Was war die Bedeutung von „Randnotizen“ an diesem neuen Tag für mich? Wenn ich solche Impulse bekomme, beginne ich ein Gespräch mit Gott zu führen. Natürlich nicht laut, sondern in meinen Gedanken. Ich finde diese Zeiten sehr spannend, kommen doch immer wieder ungeahnte Eindrücke oder Sichtweisen, die mir entweder in einer bestimmten Situation den Weg zeigen oder mich auf irgendetwas aufmerksam machen, was für mich und mein Leben wichtig wird. Also bat ich Gott, mir zu zeigen, was er mit diesem Traum und diesem einen Wort sagen wollte.

In meinen Gedanken formte sich ein Bild. Ich sah ein aufgeschlagenes Buch, die Blätter waren mit Text voll bedruckt. Jedes einzelne Blatt war mit einem Datum versehen. Ich verstand, dass dies „mein“ Lebensbuch war. Ich konnte das Geschriebene genau lesen. Es schien eine Art Tagesablauf meines eigenen Tages zu sein. Vom Erwachen angefangen bis zum Ende des Tages standen alle Dinge dort, die ich gedacht, gesagt oder getan hatte. Auch Einflüsse, die von außen an mich heran getragen wurden, waren notiert.  Doch das Interessante daran waren handschriftlich hinzugefügte Notizen, die quer an den Rand des einzelnen Tagesblattes geschrieben worden waren. Ich konnte die Notizen lesen und stellte fest, dass es sich um Erklärungen sowie auch Mut machende Kommentare handelte.

Übrigens spricht die Bibel von Büchern, die für uns Menschen am Ende unseres Erdenlebens relevant sein werden.

Eine Bibelstelle dazu finden wir z.B. in

Offenbarung  20:12

Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.

* Quelle Bibelwissen.Bibelthemen.eu

 

und Bücher wurden geöffnet“ bedeutet anscheinend eine Aufzeichnung aller Dinge, die wir getan haben, sei es gut oder schlecht. Hier spricht die Bibel davon, dass jeder Mensch individuell nach seinen Taten gerichtet wird.

„und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das Buch des Lebens ist.“ Von diesem einen überaus relevanten Buch spricht Jesus selbst. Das Buch des Lebens beinhaltet alle Namen der Menschen, die sich mit Jesus in ihrem Erdenleben verbunden haben. Dies können wir genauer

in Offenbarung 20,15 nachlesen wo steht:

Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.

* Quelle Bibelwissen.Bibelthemen.eu

Die Konsequenz zu einem Leben ohne Jesus ist laut Bibel ein Leben nach dem Tod, jedoch in einem Feuersee, also der Hölle. Dieser Gedanke ist nicht sehr erbaulich.

Doch zurück zu meinem Thema. Es gibt also offensichtlich Bücher, die im Himmel über uns geschrieben werden und unseren Werdegang festhalten. Also gibt es diese auch für mich. Da ich Jesus liebe und seit vielen Jahren mein Bestes zu geben versuche, Ihm zu gefallen, gehe ich davon aus, dass ich im Buch des Lebens eingetragen bin. Doch wie steht es mit „den Büchern“, den Aufzeichnungen über unseren ganzen Lebensablauf.

Ich bat Gott, mir Weisheit zu geben, damit ich verstehen konnte, was Er mir mit „Randnotizen“ sagen wollte. Wer Gott schon selbst kennen gelernt hat, weiß, dass Er  Erklärungen kurz und knapp gibt. So auch dieses Mal. Er brachte mir verschiedene Momente in meinem Leben in Erinnerung, die besonders gravierend für mein weiteres Leben gewesen waren. Diese waren fein säuberlich auf den Blättern des Buches auf notiert. Doch genau in diese Situationen hinein schrieb Gott eigenhändig Seine Notiz dazu.

Diese Erkenntnis war gewaltig.

Ich dachte, ich bekomme eine „einfache“ Erklärung für diesen Traum, doch Gott öffnete mir eine Dimension, die mir schlagartig Herzklopfen verursachte. Dazu muss ich etwas in meine Vergangenheit gehen, um dir das, liebe Leserin, lieber Leser, besser erklären zu können.

 

Des Lebens Lauf

Das Leben ist ja bekanntlich eine lange Geschichte von guten und weniger guten Ereignissen. Und ab und an sind diese so gravierend, dass sie das gesamte Leben auf den Kopf stellen. Ich will in Kürze hier beschreiben, was dies konkret für mich  bedeutet hat.

Seit meiner frühesten Kindheit spürte ich, dass ich irgendwie „anders“ war. Ich konnte es viele Jahrzehnte nicht genau definieren, doch irgendetwas an mir schien nicht „der Regel“ zu entsprechen. Ich werde in diesem Buch einige prägnante Erlebnisse erzählen, die mir im Laufe der Jahre und Jahrzehnte dann letztendlich Erkenntnis darüber gaben, „warum“ ich anders war und bis heute bin. Gleich einem Puzzle mit vielen Einzelteilen setzt sich die Erkenntnis über mein Leben immer weiter zusammen, je älter ich werde.

Inzwischen bin ich fast 60 Jahre alt, hatte ein überaus aufregendes Leben, bin über 40 Jahre verheiratet, habe eine wunderbare Familie und das Wertvollste an allem ist mein Glaube an Jesus geworden. Dieser Glaube schützt mein gesamtes Leben, er trägt durch alle Tiefen und gibt unglaublichen Frieden.

Das erste dimensionale Ereignis, das mir rücksichtslos Grenzen setzte, war ein Burnout, der mich mit gerade einmal 35 Jahren so massiv traf, dass ich jahrelang nicht in der Lage war, meinen Tagesablauf zu regeln. Daraus ergab sich ein Kuraufenthalt, in dem ich zum ersten Mal massiv mit dem Teufel konfrontiert wurde… und gleichzeitig Jesus begegnet bin.

Davon möchte ich dir etwas mehr erzählen, weil ich glaube, dass dieser Lebensstil, den ich geführt hatte und der mich letztendlich für Jahre außer Gefecht setzte, ein Schema für den Großteil unserer heutigen Gesellschaft darstellt.

Ich heiratete mit 18 Jahren, bekam drei  wunderbare Söhne, hatte einen Mann, der im Schichtdienst arbeitete, dazu wohnten die Großeltern meines Mannes mit uns im Haus, die ich bis zu ihrem Tod zu versorgen hatte. Ich war die Einzige, die dies tun konnte, denn mein Mann hatte sonst keine Familie mehr. Dazu hatten wir ein großes landwirtschaftliches Anwesen, das ich zu pflegen und zu bewirtschaften hatte. Anfangs arbeitete ich in Teilzeit in einer Baufirma, bei der ich für den gesamten kaufmännischen Bereich einschließlich der aufwändigen Buchhaltung verantwortlich war. Zu dieser Zeit schrieb man noch alles mit der Hand, Computer gab es noch nicht. Mein „Teilzeit-Job“ war mehr oder weniger ein Vollzeitjob, nur mit gleitender Arbeitszeit, was sehr viel an Improvisation verlangte.

Nach der Geburt unseres dritten Sohnes und nachdem die Großeltern beide gestorben waren, hatte ich die Idee, eine Verkaufsagentur für eines der großen deutschen Versandhäuser in meinem Haus zu eröffnen. Dazu arbeitete ich noch zwei halbe Tage bei einer KFZ-Reparaturwerkstatt. Die Eröffnung der Agentur ließ mich zum ersten Mal meine Grenzen erkennen. Ich hatte ständig Schwindel, meine Ohren hatten Geräusche und meine Nerven lagen oft blank. Dazu hatte ich wie gesagt drei Kinder, zwei davon in der anfänglichen Pubertät und einen dreijährigen, der ständig mit Bronchitis zu kämpfen hatte, was mich oft nächtelang nicht zur Ruhe kommen ließ. Und mein schichtarbeitender Ehemann musste regelmäßig tagsüber schlafen, was fast nicht möglich war, da in meinem Haus ständig Aktivitäten stattfanden. Dies alles setzte mich derart unter Druck, dass mein Körper dann irgendwann auf seine Art einen Notstop einlegte.

Zu diesem Zeitpunkt war die Diagnose Burnout noch nicht allgegenwärtig, wie wir dies heute sehen. Einen Tinnitus und Erschöpfungszustände diagnostizierten die Ärzte meine Beschwerden. So kam ich zu dieser Mütterkur. Ich bin kein Typ, der gerne von zuhause weg geht, also hatte ich bereits bei der Abfahrt meiner Lieben, die mich zur Kur gefahren hatten, Heimweh und heulte dem davonfahrenden Auto hinterher. Diese Einsamkeit verstärkte sich von Tag zu Tag, die Kur hatte keinerlei Erfolg.

Dann kam die Nacht, die mein Leben verändern sollte. In meiner tiefsten Einsamkeit, weg von zuhause, alleine in einem Kurheim-Zimmer im fünften Stockwerk stand ich mitten in der Nacht auf dem Balkon und war der unglücklichste Mensch auf Erden. Es war Hochsommer und die Nacht war immer noch sehr warm. Plötzlich verspürte ich eine Eiseskälte in meinem Nacken und es war mir, als würde jemand in meine Gedanken flüstern: Wenn du da hinunter springst, wird alles gut.“ Mein Herz fing heftig an zu klopfen und ich bekam sehr große Angst. Ich ging zurück in das Zimmer und schloss die Tür. Mein ganzer Körper zitterte und in meinem Mund war keine Spucke mehr, es war furchtbar. Irgendwann war diese schreckliche Nacht  vorbei und ich war froh, als die Sonne aufging.

An diesem Morgen hatte ich einen Massagetermin. Der Masseur fragte mich während der Behandlung, wie es mir ging. Ich erzählte ihm, warum auch immer weiß ich nicht, von der vergangenen Nacht. Die Massage dauerte lange, doch ich bemerkte es nicht. Der Masseur „massierte“ nicht nur meinen Körper, sondern er betete auch für mich, ohne Worte, still für sich, während er meinen Körper bearbeitete. Er stellte mir die alles verändernde Frage: Kennen sie Jesus nicht? Naja, Jesus eben, Weihnachten, Ostern, aber sonst sagte mir Jesus nicht viel. Ich hatte mir noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht. Dies sagte ich dem jungen Mann. Worauf er mir erklärte, wer Jesus war und warum wir besser beraten sind, Jesus unser Leben anzuvertrauen. Ich hörte genau zu, nahm jedes Wort wie einen Wassertropfen auf meinem völlig ausgetrockneten Lebens-Schwamm in mich auf. Am Ende kann ich zu spät zum Mittagessen, doch all das war mir völlig egal. Ich hatte Jesus gespürt. Der Mann hatte mir mit so viel Liebe und Hingabe Gottes Sohn erklärt, dass ich total überwältigt in mein Zimmer zurück ging und mich auf mein Bett legte.

Ohne jemals „richtig gebetet“ zu haben, fing ich an, nach Gott zu rufen. Die alles überragende übliche Frage, die alle Menschen stellen, wenn sie nach dem letzten Strohhalm vor dem Ertrinken schreien war auch bei mir: Jesus, wenn es dich wirklich gibt und du mein Freund sein willst, wie der Mann es mir erklärt hat, dann komm in mein Leben!

Ich war sozusagen „reif“ für Glauben und Gott hatte bereits alle Weichen dahin gestellt, dass ich durch andere Menschen diesen Glauben an Gott immer mehr vertiefen durfte. In kurzen Worten möchte ich den weiteren Werdegang meines Lebens mit Gott erzählen, weil ich immer noch fasziniert von Gottes Zeitplan bin. Der Masseur zum Beispiel war als Ersatz eingesprungen, weil die Masseurin des Heimes ins Krankenhaus musste. Nachdem ich am nächsten Tag darum bat, die Kur abbrechen zu dürfen und nach Hause konnte, kam die Masseurin ins Heim zurück und der Masseur reiste ab. Er hat niemanden mehr nach mir behandelt. Gott hatte ihn für mich dahin geschickt.

Zuhause angekommen saß ich auf der Haustürstufe, als mich eine fremde Frau, die aus dem gegenüberliegenden Haus herausgekommen war, ansprach und meinte, sie hätte das Gefühl, sie müsste ich fragen, wie es mir geht. #Ich hatte die Frau noch niemals vorher gesehen. Es war die Schwiegertochter unserer gläubigen Nachbarn, die zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder in Deutschland zum Heimaturlaub war. Sie war Missionarin in Brasilien. Gott hatte sie auf mich aufmerksam gemacht.

Ich erzählte ihr meine Geschichte und einen Tag später saß ich auf ihrer Couch und bat sie, das „Übergabegebet“, in dem ich meine Bereitschaft aussprach, mein Leben künftig mit Gott gehen zu wollen, zu beten. Wieder ein paar Tage später bemerkte ich, dass mein Burnout nicht mehr vorhanden war. Meine Kraft und mein Elan waren zurück gekommen, nur das Ohr rauschte noch etwas. es war jedoch erträglich. Dass dies bereits meine erste Heilung war, die mir Gott schenkte, wusste ich damals noch nicht.

Im Nachhinein gesehen, war dieser Burnout das Beste, was mir jemals passiert ist. Nur dadurch wurde ich zu der Person, die ich heute sein darf.

Die Jahre danach

Ich gab meine Arbeitsstelle auf, kündigte die Agentur und begriff endlich, dass Geld und Ansehen im Grunde kein Garant für Gesundheit und ein ausgewogenes Leben sein können. Weiterhin ging ich jedoch meinen Weg mit Gott. Die Nachbarn luden mich zu ihrem wöchentlichen Hauskreis ein und ich erfuhr viel über die Person Jesus und die Kraft des Glaubens. Ich besuchte eine Freikirche, die der evangelischen Landeskirche angeschlossen war, doch Irgendwann reichte mir diese Art von Gottesdienst nicht mehr. Irgend etwas in mir war ständig auf der Suche, Doch was ich im eigentlich suchte, konnte ich nicht definieren. Eine Unruhe belagerte mich, ein Mehr an Glauben und Tiefe war mein Wunsch. 18 Jahre später wurde meine Bitte erhört.  Gott führte mich mit 53 Jahren, fast 20 Jahre nach meiner Lebensübergabe an Jesus, in eine Freikirchliche Gemeinde. Der Gottesdienst dort war genau das, was ich jahrelang gesucht hatte. Ich war glücklich.

Im zweiten Jahr dort konnte ich eine sehr schöne Freizeit in Österreich mit dieser Gemeinde erleben. Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder auf der Suche nach „mehr“. Inzwischen wusste ich mehr über Gott und den Glauben, hatte einiges erlebt, zum Beispiel wurden beim ersten Besuch der Kirche meine verkalkten Kniegelenke geheilt.

Während dieser Freizeit hatte ich in der Nacht eine Begegnung mit Gott, wenn man das so sagen kann. Ich möchte dies hier mit einfachen Worten versuchen zu erklären. Für Nichtchristen ist es glaube ich nicht einfach zu verstehen, wenn man sagt, dass Gott geredet hat. Doch es ist tatsächlich so.

Ich hatte an einem Abend ein langes Gespräch mit einer anderen Frau, die ebenfalls an der Freizeit teilnahm. Das Gespräch ging bis spät in die Nacht. In mir jedoch bewegte sich „irgendetwas“. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl, jedoch hätte ich nicht sagen können, was dies konkret bedeutete. In jedem Falle ging die Frau dann so gegen ein Uhr nachts auf ihr Zimmer und ich las noch etwas in meiner Bibel. Da hatte ich plötzlich das Gefühl, Gott fing an, mit mir zu reden. Wie ich das beschreiben soll, ist schwierig. Ich spürte eine Art Unmut, so als wäre Gott nicht zufrieden. Eine Art Unruhe in mir, dieses Gefühl, das ich hatte, als die Frau noch bei mir war, wurde jetzt stärker. Ich fing an zu beten und bat, dass Er mir zeigen sollte, warum Er „sauer“ auf mich war.

Ich kann dir versichern, lieber Leser, dass du Gott niemals missverstehen wirst, wenn Er dich anspricht, wie auch immer man dies beschreiben mag. Du wirst wissen, was Er dir zu sagen hat, das ist einfach so. Und wenn wir Gott ernsthaft bitten, uns etwas zu erklären, kommt diese Erklärung immer. So auch in dieser Nacht. Ich werde jetzt einfach schreiben, dass Gott zu mir geredet hat. Es waren keine lauten Worte, sondern ein Verstehen dessen, was Er mir zu sagen hatte. Ich hoffe, du kannst dies so einordnen.

Es kam ungefähr in diesem Wortlaut:

„Wozu bist du hier?“…. Ja wozu war ich hier in diese Freizeit gekommen? Eigentlich wollte ich Gott erleben. Eigentlich wollte ich wissen, wo meine Bestimmung lag. Ich habe sehr viele Begabungen und Talente und die wollte ich schon längere Zeit in Gottes Plan für mein Leben integrieren. Dies sagte ich Gott dann auch laut. Die nächste Frage war genauso punktuell:

„Und warum vergeudest du deine Zeit mit unnötigem Gerede?“… Darauf hatte ich keine Antwort, doch ich verstand, was Gott sagen wollte. Ich war diejenige, die Ihn erleben wollte und die seit langem auf einen Impuls wartete. Anscheinend hatte Gott mich tatsächlich nach Österreich gebracht, um mich auf meinen „Dienst“ für Ihn vorzubereiten. Danach „hörte“ ich nichts mehr und schlief ein. Am nächsten Morgen wollte die Gruppe mit der Seilbahn auf einen Berg fahren. Doch ich bekam die Anweisung:

„Du fährst nicht!“ Also sagte ich meine Teilnahme ab und setzte mich mit meiner Bibel den ganzen Morgen in den schönen Garten des Hotels. Ich bat Gott, mir zu vergeben und mir zu zeigen, was Er für mich gedacht hatte. Ich glaube heute, dass meine Bitte um Vergebung und den Gehorsam, nicht an dem Tagesausflug auf den Berg teilzunehmen, die Tür in eine ganz neue Dimension meines Lebens geöffnet hat. Kaum hatte ich diese Bitte ausgesprochen, hatte jedes Wort, das ich las, eine Bedeutung für mich. Die ganzen Texte redeten so laut zu mir, dass ich anfing zu weinen.

An diesem Morgen bekam ich meine Berufung. Mit 53 Jahren bei einer Freizeit in Österreich. So arbeitet Gott.

Meine Berufung

Ich wusste seit meiner Kindheit, dass ich ohne viel Mühe Musik machen konnte, auch Schreiben fällt mir sehr leicht. In fast allen Bereichen des Lebens bin ich sehr geschickt und kreativ. Außerdem habe ich keine Scheu vor neuen Kontakten mit Menschen und ich kann wunderbar  lange Gespräche führen. Ich teile gerne und bin nicht neidisch oder habgierig, lieber gebe ich etwas von dem ab, was ich habe. Ich mache sehr gerne anderen Menschen eine Freude. Und ich habe einen sehr starken Willen und wenn ich will, ein ungeheures Durchsetzungsvermögen.

Warum ich dies hier so erwähne? Nein ich will mich nicht hervorheben. Ich will dir vielmehr einen Weg zeigen, zu überlegen, welche Eigenschaften du in dein Leben hinein gelegt bekommen hast, die später, wenn du daran Interesse hast, zu deinen Berufungen werden. Ich begriff, dass alles, was mir leicht fällt und Spaß macht, dazu dienen kann, Gott „zu dienen“. Mit den Gaben, den Begabungen, die du hast und die dir sehr leicht fallen, kannst du anderen zum Segen werden. Wobei wir bei meiner Berufung angekommen wären. Noch an diesem Morgen fragte Gott mich:

„Willst du meine Lobpreiserin, meine Anbeterin, eine Fürbitterin werden? Willst du Mir danken? Willst du für Mich schreiben?“

Im Grunde wollte ich in Gottes Bestimmung kommen. Was genau meine Bestimmung war, konnte ich nicht definieren. Doch was um alles in der Welt bedeutete dies? Was war ein Lobpreiser, ein Anbeter, ein Fürbitter? Ich hatte absolut keine Ahnung. Heute weiß ich es besser. Der Weg ist, dass Gott dich fragt. Auch wenn du keine Ahnung davon hast, so hat Er doch einen Plan für dich. Wenn du willst, dann geht Er den nächsten Schritt mit dir.

Ich saß also da im Garten des Hotels in der Sonne und wurde dies gefragt. Ohne zu wissen, was auf mich zukam, habe ich ja gesagt. Ich war glücklich, dass Gott nicht mehr mit mir zürnte und mir endlich eine Aufgabe zugeteilt hatte, die Ihm gefallen würde. Im Laufe der Jahre ist mir beim Lesen der Bibel und verschiedenen Biografien aufgefallen, dass alle am Anfang ihrer Berufung keine Ahnung von dem hatten, was auf sie zukommen würde.

Angefangen vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung, den gesamten Büchern der Bibel, finden wir immer wieder „einfach glaubende“  und gehorsame Menschen, die bereit waren, Gott ohne zu Zögern zu dienen. Selbst in unserer heutigen Zeit können wir dies sogar live miterleben. Menschen hören Gott, bekommen einen „Auftrag“, haben keinerlei Vorkenntnisse oder finanzielle Mittel und glauben einfach, dass dies Gottes Wille sei – und tun! Und es gelingt.

Eines meiner großen Vorbilder ist unser Seniorpastor in meiner Gemeinde, dem Missionswerk Karlsruhe, in die mich der Herr geschickt hat – davon berichte ich später noch. Er hat aus dem Nichts, nur im Glauben eine der größten neuen Freikirchen Deutschlands gebaut. Alles was er hatte war Glauben und eine Familie, die vorbehaltlos mit glaubte und hinter ihm stand. Sonntag für Sonntag und an vielen Tagen dazwischen können wir jetzt in diesem wunderschönen Gebäude unserem Gott die Ehre geben.

Oder noch ein Beispiel, wie man durch Glauben und Gehorsam vielen zum Segen werden kann ist Joyce Meyer, die wohl bekannteste Predigerin in unserem deutschen TV. Aus dem ganz normalen Alltag heraus, mit allen Fehlern und Schwächen, einer völlig verkorksten Vorgeschichte, bekam sie den Ruf zu predigen. Sie hatte keine Ahnung von Predigen, fiel öfter als einmal auf die Nase mit ihren ersten Versuchen, Gott zu gehorchen – aber sie hatte den Glauben und den Willen dazu. Und heute leitet sie eines der größten humanitären Dienste weltweit, predigt fast in jedem Land der Erde über TV und weltweit über Internet Gottes Evangelium. Ab und an sieht man im Nachspann ihrer TV-Sendungen das Ausmaß ihrer Hilfen. Es ist überwältigend. Eines, was sie immer wieder betont ist, Gott zu bitten: „Gib mir, damit ich geben kann!“ Dass Er gibt, ist unübersehbar. Und genau dies ist auch mein Ziel. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg, doch noch lange nicht da, wo ich gerne hin möchte. Aber ich glaube auch, dass Gott den Rest für mich tun wird. Gott hatte mich damals auch gefragt, ob ich für Ihn schreiben wollte, dies hier ist eine der Arbeiten, die mir der Herr auf mein Herz gelegt hat. Nämlich „zu schreiben“ was ich mit Ihm erlebe, um anderen ein Zeugnis Seiner Liebe zu uns zu geben.

Doch zurück zu diesem Morgen in Österreich. Nun hatte ich meine Berufung, doch der Tag hatte anscheinend erst begonnen. Meine Laune war unübertrefflich gut, als die Gruppe wieder zurückkam. Ich konnte jedoch kein Wort über das verlieren, was ich zuvor erlebt hatte. Es war mir auch nicht möglich, mich an den Unterhaltungen der Anderen zu beteiligen. Es war mir, als würde ich in einer anderen Dimension stehen. Und dann am Abend bei der Abendandacht betete unser Pastor Daniel mit jedem von uns. Ich hatte die große Gewissheit, dass Gott noch etwas für mich bereit hatte und auch dieses Gefühl wurde weit übertroffen. Unser Pastor stand vor mir und betete für mich, von der Seite hörte ich einen unserer Diakone beten. Er bat Gott um Seinen Segen für mich, es hat mich tief berührt. Dann hörte ich unseren Pastor folgendes sagen:

„Elke, der Himmel steht offen über dir und du wirst noch vielen zum Segen sein!“

Diese Worte wurden zu dem ersten großen Eckpfeiler in meinem Leben für Gott. Einige kamen im Laufe der Jahre dazu, von diesen berichte ich später noch.

Bis heute stehen diese Worte wie Kraftquellen vor meinem inneren Auge. Der Pastor hatte nicht gesagt: Der Himmel wird ab und zu offen über dir sein… nein – er hatte gesagt:

„Der Himmel STEHT OFFEN ÜBER DIR!“

Das ist ein unumstößlicher Fakt für mich. Ich habe uneingeschränkten Zugang zu Gott, Tag und Nacht, bis ans Ende meiner Tage hier auf der Erde. Und dass ich Vielen zum Segen sein WERDE, nicht vielleicht sein könnte oder irgendetwas Verschwommenes. Nein ich WERDE! Übrigens vorab gesagt, hatte ich mir schon einige Zeit gewünscht, nun endlich „vielen zum Segen sein zu dürfen“. Doch wie macht man das? Indem ich vielleicht einen Bestseller schreibe oder anfange zu predigen? Ich suchte lange nach einer Antwort. In der Silvesternacht 2012 kurz nach Mitternacht betete ich zu Gott und bedankte mich für das vergangene Jahr und bat um Seine Führung für das neue Jahr.

Plötzlich bekam ich einen Gedanken. Wenn ich im kommenden Jahr jeden Tag einem Menschen eine Freude machen würde, dann  wäre ich am Jahresende 365 mal zum  Segen geworden. Dies war eine wunderbare Idee, für die Zukunft „vielen zum Segen zu werden“. Es ist immerhin ein Anfang. „Viele“ wären in meiner Vorstellung wirklich eine große Menge, nicht nur 365.

Es ist erstaunlich, welche vielfältigen Gelegenheiten in der Zeit danach tagtäglich für mich kamen, andere zu erfreuen. So sieht man, dass man in Gottes Willen lebt, dies ist ein gutes Beispiel davon. Es muss nicht die ganze Welt umgekrempelt werden, sondern ganz klein mit Glauben und Gehorsam Gott gegenüber angefangen, kann sich diese Idee zu einem viel Größeren entwickeln. Wer weiß!

Eine meiner Bitten ist zum Beispiel, wenn ich bete, der Herr möge mir „geben“, damit ich „geben“ kann. Dies funktioniert ebenso vielseitig wie es Gelegenheiten gibt, zu helfen.

Die ersten Schritte

Nachdem ich nun also meinen Arbeitsbereich in Gottes Plan für mich bekommen hatte, wollte ich natürlich gleich „in die Vollen“ gehen – und scheiterte kläglich. Immer wieder musste ich zurück zum Anfang. Ich stand vor der Herausforderung „Lobpreis und Anbetung“. Was war der Weg? Ich kannte aus unserer Gemeinde ein paar Menschen, die bekannt für stetiges Gebet waren. Also erkundigte ich mich bei ihnen, wie man Lobpreis und Anbetung „machte“. Ich lernte mit der Zeit, dass Lobpreis und Anbetung nicht „gemacht“ werden kann, sondern dass es ein Lebensstil wird.

Das eindrücklichste Erlebnis hatte ich zu diesem Thema, als innerhalb von kurzer Zeit mehrere gravierende Veränderungen in meinem Leben zu verkraften waren. Seit langem war mein Vater, mit dem ich ein sehr herzliches Verhältnis hatte, sehr krank. Er hatte eine unheilbare, langsam fortschreitende Lungenkrankheit, die letztendlich zum Erstickungstod führte. Gleichzeitig wurde unser Hund schwer krank, er war mein Seelenverwandter, er war ein wahrer Friedensstifter, sehr sensibel und total auf mich fixiert. Ich konnte weder meinem Vater helfen, noch konnte festgestellt werden, was unserem Hund fehlte. Trotz intensiver ärztlicher Behandlung in mehreren Tierkliniken und Einsatz von einer Menge Geld musste ich zusehen, wie der arme Kerl täglich mehr zu leiden hatte. Dies alles brachte mich an den Rand meiner Kräfte. Zu dieser Zeit hatte ich eine schöne Arbeitsstelle in einem Handwerksbetrieb. Mitten in meinen Kummer um meinen Vater und den Hund wurde plötzlich seitens der Geschäftsleitung ständig an mir herumgenörgelt. Obwohl ich seit über 40 Jahren immer in handwerklichen Betrieben gearbeitet hatte und mir die Arbeit dadurch wohlbekannt war, konnte ich plötzlich nichts mehr recht machen. Zuerst wunderte ich mich nur, dann stieg in mir langsam Unbehagen auf. Diskussionen konnte ich mit der Geschäftsleitung nicht führen, ich wurde immer ratloser. Eines Tages sprach mich unser Meister darauf an und fragte mich, ob ich nicht merken würde, dass man für mich eine jüngere Frau einstellen wolle, nämlich die Freundin der Frau meines Chefs. Da erst begriff ich, dass ich gemobbt wurde. Bis dahin war mir diese Art, wie man Menschen behandelt, nur vom Hörensagen bekannt. Ich war geschockt. Genau zu diesem Zeitpunkt starb dann mein Vater. Als ich einen Tag nach der Beerdigung  wieder zur Arbeit ging, wurde ich direkt beim Betreten des Büros derart von der Frau angepöbelt, dass es mir die Tränen in die Augen trieb. Sie wusste, dass ich einen Tag zuvor meinen Vater beerdigt hatte und hatte kein Wort, mir ihr Beileid auszusprechen. Im Gegenteil, sie fing an, mich zu maßregeln und meine Arbeit zu kritisieren. Ich schaute sie ungläubig an, bekam Herzklopfen und in diesem Moment hörte ich laut und deutlich, wie jemand meinen Namen aussprach. Es war die Stimme Gottes in mir. Ich hatte sofort verstanden, was ich jetzt zu tun hatte. Mein Chef stand in der Tür zu seinem Büro und sagte nichts. Ich bat ihn, mit mir in sein Büro zu gehen. Er hatte mich vor einigen Jahren eingestellt, wir kannten uns bereits aus einer Zeit, als er noch in der Ausbildung und unverheiratet war. Ich dachte, ich könnte von ihm erfahren, warum mir seitens seiner Frau so eine Kälte entgegen kam. Also sprach ich ihn direkt an, aber er sagte kein Wort. Und im gleichen Moment hörte ich wieder, wie mein Name laut gesagt wurde. Es war, als würde Gott zu mir sagen: Elke, geh nach Hause! Da wusste ich, dass meine Zeit in dieser Firma soeben abgelaufen war. Ich kündigte fristlos, ging an der Frau vorbei zur Tür, wünschte alles Gute und ging.

Zuhause angekommen setzte ich mich an mein Klavier und spielte Lobpreismusik. Meine Finger glitten einfach so über die Tasten. Innerlich war ich sehr aufgewühlt. Aber ich hatte im Laufe meines Lebens nach meinem Burnout gelernt, Dinge die ich nicht ändern kann, an Gott abzugeben. So saß ich auf meinem Klavierstuhl, spielte Melodien und „redete“ mit Gott. „Herr, ich habe jetzt keine Arbeitsstelle mehr, der Hund kostet so viel Geld, Herr was soll ich denn jetzt nur machen? Bitte Herr, hilf mir!“ Und genau in diesem Moment kam ein Friede in mich, den ich niemals zuvor erlebt hatte. In dieser verfahrenen Situation griff Gott ein. Und auch hier durfte ich wieder erleben, dass Gott immer eingreift, wenn wir uns Ihm zuwenden, unsere Probleme, unseren Schmerz und all die Dinge, die uns zu schwer waren, zu Ihm brachten. Ich erlebte, was Lobpreis und Anbetung in Wirklichkeit bedeuten – eine innigste Beziehung zu Ihm zu pflegen.

Diese enge, vertraute Beziehung hat sich bis heute bewährt. Immer wieder gingen Türen auf, wenn ich keinen Ausweg mehr wusste. Immer kam Hilfe aus Richtungen, die ich niemals zuvor auch nur erahnt hätte.

Und im Übrigen: Die fehlenden Geldmittel, die wir nach meiner Kündigung nicht mehr zur Verfügung hatten, wurden durch Lohnerhöhungen meines Mannes ausgeglichen, also hatte Gott auch hier eine Lösung.

Dies ist ein sehr gutes Beispiel für Gottes Randnotizen zu unserem Leben. Die Menschen gedachten mir zu schaden, aber Gott hatte andere Pläne für mich.

Eine interessante Sache, die ich hier gerne kurz ansprechen würde, war der Werdegang der Firma, aus der ich hinaus gemobbt worden war. In der gesamten Zeit, in der ich dort arbeitete, liefen die Aufträge sehr gut. Ich betete jeden Tag für die Firma und meine Mitarbeiter und ich glaube fest, dass Gott Seine Hand darüber hielt. Das Betriebsklima war hervorragend, alle Mitarbeiter verstanden sich und es herrschte ein sehr gutes Verhältnis zwischen ums und dem Chef. Zu dem Zeitpunkt, als ich gemobbt wurde, hatten wir eine Zusage für ein sehr großes Projekt, das einen ordentlichen Gewinn versprach. Nach meinem Ausscheiden wurde das Objekt teilweise gestoppt, sodass für die eingeplante Zeit plötzlich keine Arbeit vorhanden war, was natürlich auch kein Einkommen nach sich zog. Das zweite Dilemma war, dass der Bauherr die bereits geleisteten Arbeiten nicht zahlte, was einen kleinen Handwerksbetrieb in Kürze in große Schwierigkeiten bringen kann. Einige Monate später erfuhr ich, dass die Ehefrau meines ehemaligen Chefs die Scheidung eingereicht hatte, was zur Folge hatte, dass das Geschäftsvermögen geteilt werden musste. Es erübrigt sich zu erwähnen, was dies für diese Firma bedeutete.

Was denkst du lieber Leser, waren dies alles Zufälle? Oder hatte Gott durch meine „Fürbitte“ für diese Firma Seinen Segen darauf ausgeschüttet? Und nachdem ich ungerechterweise gehen musste, Seine Hand zurück gezogen? Man kann es nicht beweisen, man kann es nur zur Kenntnis nehmen und daraus etwas lernen! Ungerechtigkeit wird immer verlieren.

Eine Stelle in der Bibel spricht davon in

  1. 1. Chronik 16, Vers 22 „Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!“

Ich glaube, dass diese Stelle maßgebend davon spricht, dass Gottes Kinder unter Seinem besonderen Schutz stehen. Stellen wir uns vor, wir haben einen wunderbaren Vater, der immer darauf bedacht ist, dass uns niemand etwas Böses tun kann. Nun will uns tatsächlich jemand Schaden zufügen. Was tut der liebende Vater? Genau – er greift ein. Ich durfte die Arbeitsstelle kündigen und hatte trotzdem keinen Mangel. Die Frau hatte an mir ungerecht gehandelt und die Firma sowie auch die Familie wurde zerstört. Endgültige menschlich belegbare Beweise gibt es dafür natürlich nicht, nur Glaube an eine göttliche Macht und an Gerechtigkeit lässt uns das Ausmaß von Gottes Liebe zu uns erkennen. Die Fakten jedenfalls sprechen für sich!

Doch zurück zu meinem Werdegang.

Durch meine nun vermehrte Freizeit konnte ich mich mehr mit meiner Lobpreismusik beschäftigen. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und habe ein Lied in meinen Gedanken. Ich notiere den Text auf und spiele die Melodie. So sind im Laufe der Zeit über 100 Lobpreis- und Anbetungslieder entstanden. Ein Zeichen dafür, dass ich in Gottes Willen handle. Zwei CD´s habe ich inzwischen aufgenommen. Ich habe tatsächlich die Begabung, mich an mein Klavier zu setzen, ein paar Töne zu spielen und plötzlich entsteht daraus eine wunderschöne Melodie. Während ich noch die Melodie spiele, fallen mir Texte dazu ein. Doch das Schönste daran ist die Anbetung, die durch die Musik entsteht. In dem ich Melodie und Text vereine, bete ich Gott wie von selbst an, weil alle Texte darauf aufgebaut sind. Es ist unglaublich. Es wurde mir im Laufe der Jahre tatsächlich zu einem Lebensstil.

Daraus entstand dann auch die intensive Fürbitte, die mir der Herr aufs Herz gelegt hatte. Ich denke oft an Menschen, die gerade in schwierigen Situationen stecken, sei es Krankheit oder irgendeine andere Unpässlichkeit. Ohne groß darüber nachzudenken gehen meine Gedanken über diese Menschen in ein „Bitten für…“ über. Ich bitte Gott dann, für denjenigen zu sorgen. Ich bete um Hilfe, Heilung oder was in dem speziellen Fall nötig sein könnte. So einfach ist „Fürbitte“, ebenfalls ein Vertrauensverhältnis zu Gott, ein Hinwenden und Vertrauen.

Und das Thema: „Willst du Mir danken?“ ist hiermit ebenfalls abgedeckt. Wenn dir jemand am Herzen liegt, für den du vor Gott bittest und Gott greift ein und ändert die Situation, dann wirst du unweigerlich irgendwann ein DANKE sagen. So fügt sich auch das Danken in diesen Lebensstil ein.

Da fällt mir eine Geschichte ein, die ich hier gerne als Denkanstoß aufschreiben möchte. Wie steht es mit danken, wenn man Gottes Willen nicht verstehen kann und sich die Umstände nicht zu unserer Zufriedenheit entwickeln? Können wir dann auch noch von Herzen danken?

Esther

Esther ist vor kurzem mit 61 Jahren an den Folgen einer Operation gestorben, die notwendig war, weil ihre Krebserkrankung zurück gekommen war.

Esther kannte ich seit über 30 Jahren. Wir hatten vor über 20 Jahren zusammen einen Bibel-Hauskreis gegründet. Esther war Krankenschwester, hatte ein „gläubiges“ Elternhaus, sie liebte Jesus von Herzen. Esthers Vater war ein begnadeter Prediger, dem man nur ein Stichwort geben musste und er legte einem die Bibel aus, wie man es noch niemals gehört hat.

Esther hatte in ganz jungen Jahren schon einen querschnittgelähmten Mann im Rollstuhl geheiratet. Sie hatte ihn bis zu seinem Tod wunderbar versorgt. Esthers Mann starb erst vor vier Jahren.

Esthers Eltern sind vor einigen Jahren aus dem Süden des Landes zu ihr und ihrem Mann gezogen, weil sie bereits die 80 überschritten hatten, um im Notfall von ihr gepflegt werden zu können. Dazu hatte sie ihr Haus altersgerecht umgebaut. Esthers Vater starb ein Jahr vor ihrem Mann. Nun waren die beiden Frauen alleine im Haus.

Vor etwa drei Jahren lernte Esther einen herzlichen Mann kennen, den sie kurze Zeit später heiratete. Er war Witwer, hatte seine Frau durch eine Krebserkrankung verloren. Von den drei Jahren, die sie nun mit einem „gesunden“ Mann verheiratet war, war sie mehr als zwei Jahre an Krebs erkrankt. Sie musste einige Operationen über sich ergehen lassen, Chemotherapie und Bestrahlungen waren notwendig, doch der Krebs war hartnäckig. Sie verbrachte die meiste Zeit im Krankenhaus.

Die ganzen Aufregungen um ihre Tochter brachten ihrer inzwischen fast 90-jährigen Mutter so viel Kummer und Seelenschmerz, dass sie Herzattacken und einen Schlaganfall erlitt. Glücklicherweise – oder sollte man sagen – Gott sei Dank, hatte dieser nur geringe Schäden verursacht, sodass sich die alte Frau wieder erholen konnte, nur um jetzt vor dem Sarg der Tochter stehen zu müssen.

Wie fühlt sich der Mann, der nun zum zweiten Mal Witwer durch eine Krebserkrankung geworden ist.

Wir leben in einem relativ kleinen Dorf und so bleibt es nicht aus, dass man, zwar etwas aus der Ferne, aber trotzdem recht nah, solche Tragödien miterlebt. Ich wusste nichts von Esthers Tod, bis ich um eine Straßenecke bog. An der Hauswand hängt eine Totentafel. Dort werden die Sterbefälle bekannt gegeben. Natürlich schaut man automatisch, wer gestorben ist, da man ja, wie gesagt, jeden im Dorf persönlich kennt. Als ich den Namen Esthers realisierte, überkam mich eine Eiseskälte. Innerlich schrie ich auf, ich war bis ins Mark entsetzt. Wie konnte das sein? Doch nicht Esther, nicht sie. Jeder im Dorf freute sich mit ihr, dass sie nach über 20 Jahren Ehe mit ihrem gelähmten ersten Mann noch einmal einen lieben Mann fand, der die Dinge mit ihr unternehmen konnte, die mit ihrem ersten Mann nicht möglich waren. Nicht sie! Hatte sie doch alle Energie in den letzten beiden Jahren dazu verwendet, der Krankheit zu trotzen. Sie konnte doch jetzt nicht einfach so gestorben sein. Doch dies war Fakt. Unumstößlich Fakt. Auf der Tafel stand schwarz auf weiß ihr Name und der Termin ihrer Beerdigung.

Worin lag der Sinn dieses Lebensendes? Hatte sie nicht verdient, noch ein paar schöne Jahre zu haben?  War es nötig, dem armen Mann dieses schreckliche Schicksal noch einmal zuzumuten? Was wird nun mit der betagten Mutter, die sich auf die Hilfe ihrer Tochter verlassen wollte?

Die ganze Familie von Esther liebt Gott. Ihr zweiter Ehemann liebt Gott. Ihr Vater war ein begnadeter Mann Gottes. Esther hat ihr ganzes Leben damit verbracht, anderen zu dienen. Ich rebellierte innerlich gegen Gott. Ich diskutierte mit ihm, argumentierte. War böse, hilflos, ich hätte laut losheulen können, so übel war mir. Natürlich glaube ich, dass Gott alle Dinge weiß und nie einen Fehler macht. Natürlich weiß ich, dass Gott viel weiter in die Zukunft sehen kann, ja bis zu unserem Ende schon einen Plan hatte, bevor wir geboren wurden. Natürlich weiß ich theoretisch vieles, wenn es um die Liebe Gottes zu seinen Menschen geht. Hatte ich doch im Laufe der Jahre mehr als genug mit ihm erlebt. Aber musste das mit Esther so ausgehen? Meine theoretischen Glaubensrichtlinien zerflossen angesichts dieser Tragik. Es hat einige Stunden gedauert, bis ich wieder halbwegs ruhig wurde.

Ich liebe Gott aus tiefstem Herzen. Und ich weiß, dass er dies auch mit Freude sieht. Es gab viele Begebenheiten in meinem Leben, die grausam waren, wo ich einige Tage brauchte, um sie zu verarbeiten und zu akzeptieren. Aber so einfach konnte ich dieses Mal nicht zum Tagesablauf zurückkehren. Bevor ich nicht eine plausible Erklärung für diese Geschichte bekam, ließ ich Gott keine Ruhe. Er würde mir eine Erklärung dafür geben, warum so etwas eintreten konnte, Gott sieht unsere Herzen, er tröstet und stärkt. Das weiß ich, weil ich es schon mehr als einmal erlebt habe.

Ich setzte mich an mein Klavier und fing an, Lobpreislieder zu spielen. Es war mir nicht möglich, ganze Lieder zusammenhängend zu spielen, also klimperte ich einfach so auf den Tasten herum. Ich schloss die Augen und bat Gott um eine Erklärung.

In meinen Gedanken formte sich ein Satz „Vertraust du mir nicht?“ Was sollte ich dazu sagen? Natürlich vertraute ich ihm. Dann sah ich plötzlich innerlich wieder „das  Buch“, das sich von allein umblätterte. Ich erinnerte mich wieder an die „Randnotizen“. Auch Esther hatte dieses „Buch des Lebens“. Auch sie hatte eine Lebenszeit und Gott schrieb auch in ihr Buch Seine Randnotizen.

Da saß ich nun vor meinem Klavier. Ich überlegte. Was wollte der Herr mir damit zeigen? Hatte dieses Bild irgendetwas mit der Tatsache zu tun, dass Esther nicht mehr unter uns sein würde?

Ja, das hatte es tatsächlich.

Einige Tage später hörte ich von einer meiner Freundinnen, die engeren Kontakt mit Esther und ihrer Familie hatte, dass die Mutter trotz dem großen Schmerz vertrauensvoll auf Gott schaute. Ihre Worte spiegelten mein Bild von dem Lebensbuch wider, denn sie erzählte den mitfühlenden Frauen, die mit ihr am frischen Grab ihrer Tochter standen von der Liebe Jesu, von dem Leben nach dem irdischen Tod und von Gottes Frieden.

Dies sind die wahren Randnotizen. Dies sind die Kraftquellen Gottes in Zeiten, in denen wir meinen, am Schmerz zu zerbrechen. Nein es ist genau anders herum. In diesen Zeiten ist uns Gott näher als wir erahnen können. Er hat das Zepter in der Hand, Er weiß den Weg, die Zeit und den Ausgang der Dinge. Der Mutter war es wichtiger, über Gottes Liebe zu uns zu sprechen, als über ihr Schicksal zu hadern. Das lehrte mich einiges. So gesehen konnte ich den Tod von Esther dann auch für mich einordnen. Ich dankte Gott dafür, dass Er die Mutter und den verwitweten Ehemann tröstete, ich betete Gott wieder aus vollem Herzen an, ich brachte ihm erneut durch meine Lieder Lobpreis. Das Leben ist immer live. In diesen Momenten spürt man es ganz genau.

Ich verstand diese tragische Geschichte  aus einem ganz anderen Blickwinkel. Esther ist jetzt schon da, wo wir alle einmal hin möchten. Gott wird sich um die Mutter und den Ehemann kümmern, dafür müssen wir vertrauen und glauben, dass Er uns nicht im Stich lässt. Und ich kann „fürbitten“ für diese Menschen bitten. Das Leben geht weiter, doch unser Auftrag bleibt. Zwar immer in anderen Konstellationen, aber immer mit dem Grundprinzip, anderen zu dienen.

 

 

 

Nachwort

Alles ist bereits aufgeschrieben, unser ganzes Leben. Doch Gott hat bei jedem einzelnen Punkt in unserem Tagesablauf seine Aufmerksamkeit auf uns gelegt. Er notiert, was er tun würde, er rät uns in bestimmten Situationen so und so zu agieren, er tröstet, berät, stärkt uns,  befreit, macht Mut. Aber er mahnt auch zur Vorsicht, oder er weist uns zurecht.

Als ich um eine Erklärung bat, wie ich es am Anfang dieses Buches erwähnt habe, wurde mir noch folgendes gezeigt: Die ganze Textseite füllte sich nach und nach mit Seinen Randnotizen. Und als Er am Ende des Tages, am Ende des Textes, angekommen war, erkannte ich, dass Er nun, am Ende unseres gelebten Tages, auf eine Reaktion von uns wartete. Ein Dankeschön vielleicht für Bewahrung unserer Familie, oder für eine unerwartete Hilfe. Ich konnte regelrecht fühlen, dass Gott auf unsere Gemeinschaft mit ihm wartete. Er wollte uns im Arm halten, uns Ruhe geben, unsere täglichen Sorgen und Probleme an sich nehmen, damit wir seine Freiheit spüren konnten. Er wollte, dass wir am Ende des Tages ihm diesen Tag zurückgeben, damit wir unsere Aufmerksamkeit auch tatsächlich auf ihn richten konnten. Er wollte uns beschenken.

Natürlich behalten wir trotzdem unseren freien Willen, in jeder einzelnen Situation selbst Entscheidungen zu treffen. Doch Er rät uns aus Seiner Sicht. Sind wir bereit, Seine Vorschläge anzunehmen oder behalten wir unseren eigenen Weg bei. Wer weiß, wie viele Male wir schon den schlechteren Weg gegangen sind, weil wir unsensibel für Sein Reden waren.

Einen anderen Blickwinkel bekommen wir auch, wenn wir uns die Randnotizen näher anschauen. So wie bei dem Verlust meines Jobs, als mein Mann eine Lohnerhöhung bekam. Da stand sicher für mich am Rand die Notiz…“hab keine Angst, Ich sorge für euch!“

Es gibt jede Menge Beispiele für Gottes Randnotizen in meinem eigenen Leben. Diese alle nach und nach aufzuschreiben ist mein Ziel. Gott sagte „Schreibe auf!“ Ich werde dies tun – zu Seiner Ehre – und um euch allen, liebe Leser „zum Segen zu sein“!

Ich hoffe liebe Leserin, lieber Leser, ich konnte dir meine Erkenntnis über Gottes Randnotizen gut erklären und dir in der Form näher bringen, dass du selbst einen Nutzen daraus ziehen kannst. Die wird für mich ein „Fürbittegebet“ werden!

Der Herr segne dich!

 

KLAUS – Eine Lektion über „Anbetung“

Posted by on 28 Feb 2012 | Filed under: Books - Gedruckte Mutmacher

KLAUS

eine Lektion über Anbetung

Nun, wir alle wissen ja, dass Gott niemals etwas zweimal gleich macht. Und auch ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass Er immer wieder für Überraschungen sorgt. So auch heute in den frühen Morgenstunden.

Ich war noch nicht richtig wach, eher so im Halbschlaf. Seit vielen Jahren habe ich mir angewöhnt, immer und überall in Gedanken Gott zu loben und Ihm für so vieles, was in meinem Leben „einfach so“ gut läuft, zu danken. So auch heute Morgen, wie gesagt, im Halbschlaf. Ich möchte dies hier zum besseren Verständnis in wenigen Worten etwas näher erklären. In dem Moment, wo der Verstand nach dem Schlaf in der Nacht wieder real funktioniert, wo sich die Gedanken wieder beherrschen lassen, wo man anfängt, über den kommenden Tag nachzudenken, beginne ich wie gesagt, ganz automatisch Gott zu danken. Inzwischen gehört dies zu meinem ganz alltäglichen Ablauf. So war es heute Morgen. Mitten in meine Gebetszeit drängte sich plötzlich der Name KLAUS in meine Gedanken. Immer wieder, bis ich es realisierte. Auch dies ist mir nicht mehr unbekannt. So spricht Gott. Besser gesagt, dies ist eine Art, meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ich sah einen Mann auf einem Berg stehen. Besser gesagt auf der Spitze eines Berges. Ich erkannte die Landschaft, man konnte auf ein weites fruchtbares Land hinunterschauen, es war der Berg Carmel in Israel. Der Mann stand da mit erhobenen Armen, mit dem Kopf in Richtung Himmel. Er war ins Gebet vertieft, das konnte ich erkennen.

KLAUS…. Klaus betet an! Diese Worte kamen in mein Innerstes. Ich wunderte mich über den Namen Klaus. Hatte er eine besondere Bedeutung? Warum ausgerechnet KLAUS? Es war kein biblischer Name. Wieso zeigte mir Gott einen Beter, der offensichtlich eng mit Ihm in Verbindung getreten war?

Da bekam ich eine Erkenntnis geschenkt. KLAUS steht für „alle Welt“. Gottes Wunsch ist es, dass alle Welt Ihn anbeten will. Hätte Gott mir den Mann als David, Petrus, Johannes oder mit einem der biblisch genannten Namen vorgestellt, könnte man den Eindruck gewinnen, nur „Gläubige“ beten Gott an. Doch KLAUS, ein rein weltlicher Name stand eben, wie gesagt, für eine Anbetung von jedem einzelnen Menschen auf unserer Erde. Gott allein weiß, wer ihn in Liebe anbetet. Ob Weltmensch oder Gläubiger. Die innere Einstellung ist wichtig.

Ich bemerkte an Klaus die ordentliche, gepflegte Kleidung, seine sauber geschnittenen Haare, gepflegte Hände und fragte mich, warum ich so gezielt darauf aufmerksam gemacht wurde. Auch darüber bekam ich postwendend eine Antwort.

Tempel Gottes …Schau ihn dir genau an. Erinnere dich, wie der Tempel Salomos beschrieben wird.

Ich kenne die Bibelstelle, in der das Baumaterial genauestens aufgelistet ist. Salomo hatte Schätze in unvorstellbarem Wert in den Tempel verbaut.

Nun seid ihr mein Tempel. Es gefällt mir, wenn ihr euch pflegt. Reinigt euch, nehmt Mich ernst, nehmt eure Berufung ernst, dient Mir mit den Talenten, die Ich euch gegeben habe. Ich liebe es, wenn ihr mich anbetet!

Meine Aufmerksamkeit wird auf Klaus´ Körperhaltung gelenkt. Er scheint „in sich zu ruhen“, „sich ganz hinzugeben“, „mit Gott eins zu sein“. Er hatte keinerlei Schmuck an sich. Warum mir das auffiel, wusste ich nicht. Ich hörte nur in mir

Seine innere Einstellung Mir gegenüber ist sein Schmuck. Seine Ausstrahlung wirkt auf Menschen. Sie werden zuerst von seinem Äußeren angenehm berührt, so hat er Zugang zu ihren Herzen, erweckt Vertrauen und kann Zeugnis von Mir geben. Dies ist Mein Wille für sein Leben.

Da kommt mir die Erkenntnis. Seit einiger Zeit ist es mir ein großes Anliegen, meine Berufungen Lobpreis, Anbetung, Fürbitte… und Schreiben in vollem Umfang verstehen zu lernen. Zum richtigen Lobpreis wurden mir bereits einige sehr wertvolle Lehren gezeigt. Eine, ich glaube die Größte ist die Erkenntnis, dass Lobpreis eine Lebenseinstellung ist. Wie ich vorher schon angedeutet habe, ist mir die Verbindung zu Gott im Lobpreis bereits zum täglichen Lebensstil geworden. Anscheinend wurde mir jetzt in diesem Moment die tiefere Bedeutung von Anbetung gezeigt. Ich verstand die äußere Voraussetzung. Zum Beispiel zu wissen, wer ich in Gott bin gibt Selbstsicherheit. Dies wiederrum drückt sich in der Körperhaltung aus. Ein gepflegtes Erscheinungsbild zu haben bedeutet, auf andere Menschen in positiver Weise zu wirken, was unweigerlich Vertrauen aufbaut.

Doch was ist letztendlich maßgebend für Gott. Ich bekam auch dies sofort gezeigt.

Klaus hatte keinerlei Anliegen an Mich, keine Bitten um dies oder das, kein Jammern vor Mir. Klaus gab mir seine ganze Aufmerksamkeit, er gab mir seine ganze Liebe, er wollte nur mit mir Gemeinschaft haben. Sonst nichts. Er hat nicht um die Erfüllung seiner Wünsche und Bedürfnisse gebetet. Das erfreut mein Herz. Denke einmal an einen Menschen den du liebst. Du bist sehr gerne in seiner Gesellschaft. Hast du dabei immer nur die Erfüllung deiner Wünsche als Gesprächsstoff? Wohl kaum!  Oder erfreust du dich einfach an der Gemeinschaft? So ist es auch mit Mir. Ich liebe es, wenn Meine Geschöpfe zu Mir kommen, sich Mir ganz hingeben. Denkst du, dass Ich ihnen zu einem anderen Zeitpunkt nicht ihre Wünsche erfülle oder ihre Probleme löse? Ich gebe immer mehr zurück, das weißt du doch?! Ich wäre nicht euer Gott, wenn ich dies nicht tun wollte. Ihr alle seid Mir wichtig. Ich lasse euch nicht alleine, keine Angst! Es muss jedoch zwischen uns Gemeinschaft herrschen. Dies mein Liebling wollte ich dir heute Morgen zeigen. Du hast um Erkenntnis über wahre Anbetung gebeten, Ich erfülle dir diesen Wunsch gerne. Bete Mich an wie Klaus das tut. Bleibe in Mir, damit Ich in dir bleiben kann.

Dies war also die Bedeutung von „Anbetung“. Kein großer Wort-Wasserfall oder immer wieder wiederholte gleichbleibende Texte wollte Gott von Seinen Menschen hören. Einfach nur Seine Gemeinschaft suchen. Ehrlich und ohne Hintergedanken. Gott hatte recht. Niemals würde mir einfallen, bei einem Menschen, der mir sehr am Herzen liegt nur immer und immer wieder über meine Probleme zu reden und von ihm ständig Lösungen zu erwarten. Vielmehr genießt man doch die Zweisamkeit mir solchen Menschen.

So „einfach“ ist Anbetung…. So einfach ist das Evangelium. Wie Gott vor einiger Zeit zu mir sagte:

„Elke – einfaches Evangelium! Mein Joch ist leicht!“

Ich komme immer mehr in die Erkenntnis über Gottes Willen und Seinen Weg mit mir, ja mit uns allen lieber Leser!

Ich will dich ermutigen, Gott auf diese Weise zu suchen, mit Ihm Kontakt aufzunehmen. Einfach zu genießen. Vielleicht bedarf dies noch einiger Übungsstunden. Aber letztendlich wird sich der Erfolg einstellen. Gott einmal hautnah zu spüren, mehr als ich es bisher erlebt habe – das ist mein erklärtes Ziel!

Meine ganz private Depri….

Posted by on 11 Mai 2011 | Filed under: Allgemein

10.05.2011 Meine ganz private  Depri…..

Es ist immer wieder erstaunlich, was unser Körper alles in 16 Stunden an Emotionen und den dazu gehörenden Reaktionen produziert. Ich will mal anhand meines heutigen Tages demonstrieren, wie das vor sich gehen kann.

Also, aufstehen um zehn vor sechs. Jedoch Aufwachen um halb vier am Morgen weil die Vögel so wunderbar den Morgen einzwitschern. Ich liebe das Gezwitscher der kleinen Kerle, es erinnert mich immer wieder an die Stelle in der Bibel, wo David sagt:

Psalm 5,4:
HERR,  frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.

Ich stehe auf und gehe auf den Balkon, um den Vögeln zuzuhören und meinem Gott für diesen kommenden Tag zu danken. Es ist wunderbar, noch kühl, still, nur die Vögel singen. Am Horizont sieht man schon einen klitzekleinen hellen Streifen, der Tag beginnt. Über mir auf dem Dach sitzt eine Nachtigall und trällert wunderschön. Ich fühle mich pudelwohl, bin total gut gelaunt und freue mich, dass es mir so gut geht.

Was dieser Tag dann wirklich bringen wird, ahne ich natürlich noch nicht. Ich lege mich noch einmal ins Bett und schlafe ein. Zehn vor fünf erschrecke ich, weil der Nachbar unbedingt seiner lieben Frau laut und deutlich tschüß sagen muss und nicht genug mit den Autotüren knallen kann…. Um zehn vor fünf!!!  GRUMMEL!

Irgendwie hat mein Körper heute Morgen plötzlich Kopfweh… ich frage mich – wieso? Ich mag kein Kopfweh!!! Das interessiert meinen Kopf aber irgendwie nicht sehr. Also dann, aufstehen mit Kopfweh und Grummel wegen dem Nachbarn im Bauch. Und weil ich Kopfweh habe, nervt mich mein Mann und der Hund. Eigentlich hat keiner der Beiden etwas Falsches getan – aber ich bin eben genervt. Der arme Mann geht ratlos und kopfschüttelnd zur Tür hinaus zur Arbeit. Dem Hund ist anscheinend mein angeschlagener Zustand egal, er will direkt sein Essen und dann, wie gewohnt, bespielt werden. Bällchen holen, vor mich hinlegen, seeeeeehr geduldig darauf wartend, bis ich das Bällchen werfe. Er hypnotisiert regelrecht das Bällchen, bis meine Aufmerksamkeit dann endgültig ihm gehört – vor Freude rennt er alles um und wirft dabei ein Glas um, das scheppernd und zersplitternd auf dem Boden landet. ALARM!!!

Ich also schnell den Hund aus der Gefahrenzone geschubst, er könnte sich ja in dem Glas seine Füße zerschneiden, das will ich ja nun nicht. Geschlagene zehn Minuten später, als ich endlich alle Scherben und Splitterchen eingesaugt, den Boden gewischt und den Teppich ausgeschüttelt habe – immerhin hat der ein ausgewachsenes Maß vom 1,70 x 2,40 m, was meinen Oberarmen als Morgengymnastik  zugute kommt, und nachdem ich mir eine blutende Schnittwunde am Finger verarztet habe, weil ich unachtsam in eine Scherbe gegriffen habe, steht der liebe Kerl schon wieder wartend und Schwanzwedelnd vor mir. NEIN!!!!

Ich schiebe den Hund einfach zur Seite und versuche, mein Frühstück zuzubereiten. Fehlanzeige! Ich drehe mich nur um – und schon habe ich mir irgendwie einen Wirbel verrenkt. Es tut so weh, dass ich kaum atmen kann. Also schleppe ich mich zum Sofa, versuche mich hinzusetzen, was sehr schmerzhaft ist. Ich kenne diese Art von Rückenschmerzen. Wenn ich einige Zeit ganz still und kerzengerade auf der Couch sitzen bleibe, wird es wieder besser – also, kein Frühstück, wie ein Stock auf der Couch sitzen und der Hund will bespielt werden. Er fordert mit immer lauter werdendem Gebell sein Recht – und gibt dann irgendwann auf.

Zwischenbilanz – Uhrzeit 6.45

Grummel im Bauch – inzwischen nicht mehr wegen dem Nachbarn, sondern allgemein. Kopfweh und jetzt noch einen verrenkten Wirbel und ein zerschnittener Finger. Und was ganz gravierend meine Laune drückt – kein Frühstück!

Da kommt der erste Schub Depri….

Auf meiner linken Schulter sitzt irgend jemand und flüstert: Nie ist jemand da, wenn man mal einen brauchen würde! Für alle mache ich immer alles – und wer hilft mir?

Auf meiner rechten Schulter sitzt wohl der Gegenpol, es scheint das Gute zu sein, das mich beruhigen will….: Es weiß doch niemand! Ist ja nicht so schlimm. Wird schon wieder!

In mir grummelt es immer lauter: Halt deinen Mund rechte Seite – ich LEIDE!!! Von rechts ist Stille! – Na also!

Nun, irgendwann so um viertel vor neun muss ich mich dann wieder hochrappeln, mein Wille ist gerade in Hochform und erinnert mich daran, dass gleich Joyce Meyer im Fernsehen ihren allmorgendlichen Gottesdienst abhält, den ich ja nicht versäumen will. Unter Schmerzen angle ich mir die Fernsteuerung und schalte den Apparat ein. Weil es noch nicht ganz neun Uhr ist, schalte ich nochmal auf ein anderes Programm. Ungefähr kurz vor halb zehn fällt mir Joyce Meyer wieder ein, der Abspann der Sendung läuft gerade noch…. SUPER!!!

Nun habe ich die Sendung verpasst. Und ich habe jetzt wirklich Hunger. Also ab in die Küche, der Hund schon wieder spielbereit neben mir. Ich drehe mich um – und stolpere über ihn. Er hatte gemeint, sich hinter mich stellen zu müssen. Mit meinem unvergleichlichen pfälzer Dialekt schreie ich den armen Kerl an: „ALDA –  raus jetzt!!!!“ Der erschrickt und rennt davon. KANN MICH DENN KEINER MAL IN RUHE LASSEN!!!!

Linke Seite: Siehst du, es ist ein ganz schlechter Tag für dich!

Rechte Seite: Rufe den Hund zurück. Er kann nichts dafür, streichle ihn und beruhige dich!…. Ich antworte wortlos:  Halt die Klappe!!! (Arme rechte Seite!) Irgendwann ist der Hund dann von selbst wieder angeschlichen gekommen und ich habe ihn gestreichelt. Die rechte Seite hatte gewonnen.

So irgendwann um zehn Uhr habe ich dann auch gefrühstückt, habe immer noch Kopfweh und Rückenschmerzen und der zerschnittene Finger pocht. Jetzt ist es Zeit, die Wäsche in die Waschmaschine zu stecken. Mich ärgert schon alleine der Anblick des geschätzten Kubikmeters „frischer Schmutzwäsche“ die mein Junior anscheinend am vergangenen Abend hingeworfen hatte. Also, Wäsche sortieren, Maschine einräumen, mit Schmerzen und in der Hocke. Der Hund meint, wir spielen auf dem Boden weiter und hüpft von hinten auf mich… Autsch! Sofort steigt mir wieder der Gallensaft, aber dieses Mal gewinnt die rechte Seite sofort. Ich schimpfe ihn nicht, werfe nur den Ball quer durchs Haus, damit er länger zum Holen braucht und drücke die Tür hinter ihm zu.

Kaum bin ich mühsam in der Hocke und habe den Hund erfolgreich ausgesperrt, da klingelt das Telefon. Ich also wieder mühsam – und so schnell wie möglich – hoch und ans Telefon. Ich nehme ab und es ertönt ein Faxsignal. NEIN!!! Es scheint bei uns eine Firma zu geben, die gerne Faxe verschickt und für die Vorwahl zwei Nullen wählen muss, wird die eine Null vergessen, landet das Telefonat bei mir…. SUPER!!!! Also ich wieder zurück, Tür zu, in die Hocke, Wäsche sortieren, Maschine einfüllen….. das Telefon klingelt…. Ich ignoriere es, fülle Waschmittel und Weichspüler ein, und das Ding klingelt immer noch. Also gehe ich wieder hoch aus der Hocke, zum Telefon…. Faxsignal….. AAHHHH!!! So geht das dann ungefähr geschätzte zweitausend mal…. Ich habe Kopfweh, mein Rücken schmerzt, mein Finger pocht und keinen interessiert es….. Ehrlich gesagt, wer auch immer diese Null vergessen hatte zu drücken…. Der kann froh sein, dass ich seine Telefonnummer nicht kenne, sonst….. ich war kurz vor dem Platzen… mit Rückenschmerzen, Fingerpochen und Kopfweh, das immer schlimmer wurde.

Und weder meine linke noch meine rechte Seite kamen auf die Idee, mir eine Tablette gegen Schmerzen vorzuschlagen – das Volk!

Irgendwann war dann Ruhe am Telefon – bis es nochmal klingelte und nochmal und dann nochmal. Und dessen nicht genug, nun klingelte auch noch mein Handy… nur, wo war das? Wo hatte ich das zuletzt hingelegt. Mein Puls stieg. Meine linke Seite meldete sich: Warum bist du auch so schlampig? Würdest du… hättest du…. Du musst…. RUHE DA LINKS!!!

Ach wie liebte ich meine rechte Seite auf einmal: Schau in deine Tasche! Sagt sie leise – und da liegt mein Handy! Ich schaue nach, wer der Anrufer war, denn inzwischen hat der aufgegeben…. Super… Unbekannt!!! Und dafür war ich jetzt auf Puls 360! Was für ein Tag! Doch dann klingelt mein liebes Handy tatsächlich nochmal! Hurra! Mein Sohn meldet sich: Mam alles ok? Ich hab schon dauernd auf deinem Festnetz angerufen….?!? Ach!!! Das war gar nicht mehr der Fax-Falschwähler, das war mein Sohn….. nein, ich werde jetzt nicht auf meinen linken Miesmacher hören, der mir ein schlechtes Gewissen und dumme Sprüche einflüstern will. RUHE!!!

Später im Garten sehe ich, dass sich  Ungeziefer an meinen schönen gehegten und von mir geliebten Rosen breit macht. Also ziehe ich los und denke böse, wartet nur! Weg von meinen Lieblingen. Doch – die Gartenspritze ist unauffindbar.

Der auf der linken Seite meint lakonisch: Siehste… hättest das Ding mal besser aufgeräumt, jetzt kannste sie suchen! Als ich die Spritze dann endlich gefunden habe, bekomme ich Besuch von meiner Nachbarin. Es wird keine Rosenspritzung an diesem Tag geben, denn als sie geht und ich die Tür hinter ihr schließe, klemme ich mir dermaßen den soundso schon kaputten Finger in die schwere Haustür, dass mir schlagartig sehr schlecht wird. Also schleppe ich mich zum Wasserhahn und kühle meinen armen pochenden Finger und sehe dabei, dass der Fingernagel sehr blau angelaufen ist. Übrigens hat meine Nachbarin davon nichts mitbekommen.

Links höre ich: Bist selbst schuld! Pass doch auf, wenn du die Tür zumachst. Ehrlich, ich könnte in diesem Moment meinem linken Stimmchen eine ins Mäulchen hauen, so richtig wie auf einen Boxsack!

Von rechts kommt das Gefühl, dass mein Schmerz nachlässt und das sanfte, freundliche Stimmchen flüstert: Ist gleich wieder besser!

Ich schleppe mich den Rest des Tages von der Couch, wegen dem Rücken zur Waschmaschine, hänge mühsam die Wäsche auf, und das ungefähr zehn Mal,  füttere mühsam den Hund, Hunger habe ich keinen mehr, dafür mehr Schmerzen. Ich bin genervt, frustriert, deprimiert, zornig,

Fazit ungefähr eine halbe Stunde, bevor der Liebste wieder von der Arbeit nach Hause kommt: Meine Arbeit für diesen Tag habe ich nicht mal halb erledigt, meine Psyche ist sozusagen auf dem Tiefststand, ich fühle mich müde, abgeschlafft, einsam, ungeliebt.

Habe pochendes Kopfweh, Rücken schmerzen, Fingerschmerzen mit Bluterguss im Fingernagel und einer Schnittwunde, Puls unmessbar im kritischen Bereich, desgleichen auch mein Adrenalin, sozusagen die schlechtesten Voraussetzungen, jetzt meinen ahnungslosen Ehemann zuhause zu empfangen. Aber wie meine linke Seite dann auch flüstert, als hätte sie es gewusst: Warte nur mal, jetzt erlebst du gleich was ganz fieses! – Hätte ich doch nur nicht auf diesen Fiesling gehört…. Später ist man ja immer schlauer!

Kaum ist der Liebste zur Tür herein, geht das Gezetere meinerseits auch schon los. Ehrlich gesagt, weiß ich den Grund nicht, warum ich meinen armen Mann so angeschnauzt habe. Irgendwie ist da ein Ventil in mir aufgegangen. Ich habe meinen ganzen Frust von Tag an ihm ausgelassen. Nichts konnte er Recht machen. Das Resultat davon ist nun, dass ich alleine in der Küche sitze, meine bessere Hälfte sich vor den Fernseher verkrochen hat, wahrscheinlich hätte er jetzt gerne eine Tarnkappe.

Jetzt ist es Abend, ich bin wieder einsam, traurig, alleine, habe Kopf-, Rücken- und Fingerschmerzen, fühle mich unverstanden, habe jeglichen Lebensmut verloren, alles erscheint mir sinnlos und vergeblich. Weder mein linkes noch mein rechtes Stimmchen haben gerade Mitspracherecht an meiner Gemütslage. Das Beste wird sein, ich lege mich in mein Bett, ich bin soundso die ärmste Person im ganzen Universum!

Gesagt, getan! Mein wortlos schauender Ehemann bleibt wahrscheinlich ratlos zurück, er traut sich nicht mehr, mich anzusprechen, nach diesem Empfang von vorhin.

Ich liege schon im Bett und pflege meine Depriphase, da klingelt mein Handy nochmal. Eine meiner Freundinnen aus unserer Kirchengemeinde ist am anderen Ende und fragt mich, wie es mir geht. ENDLICH! Endlich will mal jemand wissen, wie schlecht ich mich fühle! Geduldig hört sie mir zu. Sie sagt kaum ein Wort dazwischen, lässt mich einfach reden. Ich benötige ungefähr eine halbe Stunde, bis ich mir alles „von der Seele“ geredet habe. Im wahrsten Sinne des Wortes, hat meine Seele meine Depriphase jetzt nicht mehr zu tragen.  Ich fühle mich sichtlich befreit, nur weil ich mir „alles vom Herzen geredet habe“. Auch mein Pulsschlag ist wieder in der Norm. Sogar meine Kopfschmerzen sind nicht mehr, nur mein Rücken braucht noch eine stabile Ruhiglage im Bett, damit sich die Wirbel wieder einrenken können. Der Finger pulsiert immer noch, aber es ist erträglich.

Nach etwa zwei Stunden Telefonat über alles Mögliche, wörtlich gesagt, über Gott und die Welt, lege ich sichtlich erleichtert den Hörer wieder auf. Genau in dem Moment, als im TV  die Abendsendung von Joyce Meyer beginnt. Jetzt ist der richtige Moment, mir das anzusehen. Nun rate, über was die Frau an diesem Abend spricht? Über „Gefühle“! Sie meine „ich denke – ich fühle“ sind die schlimmsten Miesmacher im Leben. Weil Gedanken und Gefühle so wechselhaft wie Fähnchen im Wind seien und einem das Leben von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt einen Streich spielt.

Da wurde mir eine Erleuchtung gegeben! Das war genau mein Tag. Sie hat ihn treffend beschrieben. Himmelhoch aufgewacht, an den Vögeln gefreut, mich über den Nachbarn geärgert, und so weiter und so weiter……

Und jetzt, 16 Stunden später, fängt meine Psyche wieder an, sich wohl zu fühlen. Was ist nur los!?!?  Kann man wirklich so viele Emotionen an einem Tag haben….. mit diesen Gedanken beschäftigt liege ich still in meinem Bett….da höre ich sie wieder…. Die Nachtigall vom vergangenen frühen morgen sitzt auf unserem Dachfirst und trällert ihr Lied. Mein rechtes Stimmchen flüstert: Hörst du sie… sie hatte einen schönen Tag und bedankt sich bei unserem Schöpfer!

Das hat gesessen. Wenn eine Nachtigall, ein Tier, einen schönen Tag hatte, obwohl sie ihr Essen suchen musste, vor Gefahren vorsichtig sein musste, und ihr Leben meistern musste, saß sie jetzt seelenruhig auf dem Dach und brachte unserem Schöpfer Lobpreis und Anbetung und Danksagung!!!!

Oh Elke….

Das waren 16 Stunden meines Lebens mit meiner ganz privaten Depri…. Im Nachhinein habe ich mir größtenteils meinen Tag selbst vermiest. Diese Lebenszeit ist um.

Ich habe meine Lektion gelernt! Lasse dich niemals auf Gefühle und Gedanken ein, die soundso nichts bringen. Dazu gehört  alles, was dich niederdrücken will. Schlag dem Stimmchen auf deiner linken Seite gleich eine auf den Kopf, damit es keine Chance hat, sich Gehör zu verschaffen!

Auch wenn´s schwer sein wird, Übung macht den Meister!

Ich jedenfalls werde mein Möglichstes geben, darin ein Meister zu werden!

 

 

 

31.03.2011 Herrliche Aussichten

Posted by on 30 Mrz 2011 | Filed under: Allgemein

31.03.2011 Herrliche Aussichten

Gerade läuft im Fernsehen ein Werbetrailer bei BibelTV über das Wunder der Schöpfung. Als Hintergrund sieht man ein Bild aus dem Weltall mit dunklem Himmel und unendlich vielen Sternen. Im nächsten Augenblick bricht die feuerrote morgendliche Sonne von Osten durch die Wolkendecke und strahlt in mein Esszimmer, wo ich gerade zum Morgenkaffee sitze. Ich drehe mich um, weil die Sonne so durchdringend hell strahlt, und freue mich an diesem Schauspiel. Der Feuerball steht noch ziemlich tief, schaut gerade mal über die Nachbarhäuser und glüht durch die noch blätterleeren Bäume dieses Frühlings. Welch eine monumentale Schönheit.
Meine Aufmerksamkeit wird auf eine Bewegung auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelenkt. Dort geht gerade meine Nachbarin mit ihrem Hund Gassi. Vorbei an dem Vorgarten des Nachbarhauses. Seit gestern stehen dort die üppigen Narzissen in voller Blüte, die Hyazinthen sind in diesem Jahr kräftig und reichlich blühend. Sie verströmen einen wunderbaren feinen Duft, der über die Straße bis zu meinem Esszimmer dringt. Es ist ein wunderschöner Anblick, diese Masse an Frühlingsblumen anzusehen, die von der Sonne angestrahlt werden.
Plötzlich ist ein lautes Vogelgezwitscher auf meinem Balkon zu hören und ich drehe mich um, um nachzusehen, was da gerade vor sich geht. Eine Horde Spatzen fliegt lauthals zeternd hin und her, es scheint als würden sie tanzen. Und in dem großen Jasminstrauch, der direkt am Balkongeländer wächst, tummeln sich mehrere Vögel mit grau-weiß-gelbem Gefieder. Gleich darauf fliegen die zwei Wildtauben, die bei uns im Garten ihre Wohnung haben, auf den Giebel des Nachbarhauses und gurren lauthals. Und der erste Pfauenauge-Schmetterling setzt sich auf die gelbe Tischdecke meiner Gartenmöbel.
Dies geschieht alles in einem Zeitraum von vielleicht drei bis vier Minuten. Welch eine Vielfalt, welche eine Schönheit unserer Natur tut sich für mich in Minutenschnelle auf.
Ich sehe mir gerne Natursendungen und Tiersendungen im Fernsehen an. Schon manches Mal hat mich die Vielfalt der Schöpfung fasziniert. Mit wie viel Farbe unsere Natur erstrahlt, welch ein Spektrum an Kreativität. Natürlich sagen die Wissenschaftler, es sei Evolution. Aber ehrlich gesagt, dass solch eine Schönheit nur „entstanden“ sein soll… das ist mir zu wenig, zu einfallslos, zu gering. Nein, viel lieber stelle ich mir vor, dass es hinter diesem unglaublichen Potential an Schaffenskraft und Wiederherstellungsvermögen einen geben muss, der dies alles nicht nur erschaffen hat, sondern auch in seinen Ordnungen hält.
Mir wird angst und bange, wenn ich sehe, wie die Menschen die Erde kaputtmachen. Und trotzdem regeneriert sich die Natur meist in kürzester Zeit wieder auf ein natürliches Niveau. Wie wunderbar! Einmal wurde in einem Dokumentarfilm ein völlig abgebrannter Bergrücken in den Wäldern Kanadas gezeigt, wo durch Brandstiftung alle Bäume zerstört worden waren. Nur schwarze verkohlte Restteile lagen überall herum. Die Naturschützer waren am überleben und beobachten, aber menschlich gesehen war nicht viel auszurichten, so groß war der Schaden. Es war ein trostloses Bild, diese verbrannte Einöde anzusehen.
Doch bereits im nächsten Frühjahr wuchsen kleine neue Pflanzensprösslinge durch die Asche. In mir formte sich der Satz: „Hoffnung aus verbrannter Erde“.
Gerade hat die Erde in Japan gebebt, ein Tsunami hat nicht nur das Land verwüstet, nein auch die Atomkraftwerke, die von Menschen direkt an die Küste gebaut worden waren, kollabierten vor der Heftigkeit des Bebens und der nachfolgenden bis zu 27 Meter hohen Flutwelle. Die Verantwortlichen hatten zwar ein Erdbeben einkalkuliert, aber nicht in dieser Stärke und schon gar nicht eine Flutwelle dieses Ausmaßes. Das Resultat ist verheerend. Und das Schlimme daran sind die verseuchten Landesteile, selbst bis hin zum Meerwasser, das verseucht wurde. Menschen sind völlig macht- und hilflos gegen solche Katastrophen. Wäre in so einer fatalen Situation nicht ein Schöpfer wichtig, dem man seine Hilflosigkeit und seinen Frust anvertrauen könnte und von dem man annehmen dürfte, dass der, der das ganze Weltall erschaffen hat, auch in dieser schlimmen Situation wieder Ordnung schaffen kann. Ich jedenfalls brauche dringendst diesen Schöpfer. Ich brauche einen Platz, an dem ich meine Sorgen und meinen Kummer ablegen kann. Meine Hilflosigkeit damals, als ich im Fernsehen zusehen musste, wie die beiden Twin-Tower in New York in sich zusammen stürzten oder jetzt aktuell die Wassermassen ansehen konnte, die unaufhaltsam und grausam real über das gepflegte Land der Japaner hinwegrollte und nur schwarze Verwüstung und Chaos hinterließen.
Wie dringend ist in solchen Momenten ein Platz, an dem ich weiß, ich bin geborgen. Wir sind auf diesem wunderschönen blauen Planeten nicht alleine mit all dem Chaos, das Menschen verursachen. Ja, du mögest nun sagen, ein Erdbeben und ein Tsunami sind keine von Menschen gemachten Katastrophen, da hast du völlig recht. Aber die Menschen wissen genau, dass diese Landesteile extrem erdbebengefährdet sind und bauen trotzdem Wohnsiedlungen und sogar Atomkraftwerke genau auf diese Stellen. Nun sage mir nicht, dass dies die Schuld des Schöpfers ist. Nein, dafür sind einzig und allein die Menschen verantwortlich. Genau wie dieser abgebrannte Wald in Kanada, so wird sich das Land wieder von selbst regenerieren. Was bleiben wird, sind die Überreste unserer menschlichen Zivilisation. Das ist der Unterschied.
Aber was ich eigentlich hier ausdrücken wollte… wir sehen auf all die Schrecknisse – und hinter mir geht die feuerrote glühende Sonne dieses Frühlingsmorgens auf, als wäre nichts geschehen. Die Blumen entfalten ihre bunte Blütenpracht, die Vögel zwitschern, wir können jeden Tag TV-Sendungen ansehen, die uns die Vielfalt der Natur der Schöpfung ins Haus liefern. Wir können in die Natur hinaus gehen und beobachten. Wie viele ruhig dahin ziehende Wolken überfliegen uns tagtäglich, wie viele Tiere sorgen jahrein jahraus für neue Generationen ihrer Spezie. Die Welt dreht sich weiter, das Leben pulsiert überall.
So gesehen heute morgen innerhalb von Minuten. Ich bin begeistert von der Vielfalt unserer Erde. Und wie gesagt, Evolution ist mir zu wenig. Ich will zu diesen Wunderwerken den kennen lernen, der dies alles nicht nur erschaffen hat, sondern der es auch tagaus tagein erhält pflegt und erneuert.
Ja, ich bin Christ. Ich liebe den Gott, von dem gesagt wird, ER hat diese Erde in dieses riesige unendliche Weltall gesetzt, die Sterne in die Umlaufbahnen gebracht und täglich neu dafür sorgt, dass auch alles funktioniert.
Ja – diesem Gott will ich mein Leben anvertrauen! Ich weiß, ich bin geborgen. Ich weiß, wir sind niemals alleine. Ich weiß, dass die Schönheit der Natur für uns gemacht wurde, um uns zu erfreuen. Ich weiß, dass wir alle von diesem Gott von Herzen geliebt werden. Ich weiß, dass dieser Gott „WILL“!
ER will für uns sorgen, auf uns achtgeben, uns behüten und beschützen, uns Seine ganze Schönheit jeden Tag neu schenken, damit wir Freude haben. Das Einzige, was wir zu tun haben ist ebenfalls „zu wollen“, dann läuft das von alleine!

Sind dies nicht…. HERRLICHE AUSSICHTEN!

Von Nesthockern und Hotel-Mama-Gästen

Posted by on 24 Mrz 2011 | Filed under: Books - Gedruckte Mutmacher

24.03.2011

Von Nesthockern und Hotel Mama-Gästen

Eines regt mich ja inzwischen immer mehr auf: Die Worte „Nesthocker und Hotel Mama“. Ab und an stolpert man beim Zappen durch die  Fernsehsender über diese sogenannten Doku-Soaps. Ja wirklich, mehr als Seifenopern sind das  nicht. Da sehen wir dann junge Leute, die aufmüpfig in ihren Zimmern hocken, meist mit Flat-TV, neuestem Computer, aktuellem Design-Handy, teuren Markenklamotten und unmöglichen Frisuren oder bis zur Haarwurzel vollgepierct. Macht die Mutter – meist sind es die Mütter – auch nur die Tür auf, geht ein Gekeife los, das man nur ungläubig den Kopf schütteln kann. Sind das Werte, die man über die Medien verharmlosen und als „normal“ deklarieren darf?

Sollte dies, was das Fernsehen da zeigt, tatsächlich so sein? Dann läuft in unseren Familien etwas gewaltig schief. Natürlich frage ich mich, ob in Anbetracht der laufenden Kameras nicht alles nur publikumsgerecht aufgemacht wurde. Und ehrlich gesagt hoffe ich in meinem Innersten, dass dies nur medienwirksam vermarktet werden soll. Aber leider höre ich von meinem jüngsten Sohn, der inzwischen 27 Jahre alt ist und aus Kostengründen täglich die Bahn zur Arbeit nimmt, dass die Rüpeleien selbst unter Schulkindern der untersten Klassen bereits morgens vor dem Unterricht enorme Ausmaße annehmen kann. Was ist nur geschehen? Zu „meiner Zeit“ – zugegeben auch schon fast vor 50 Jahren – hatte man noch zu grüßen, hatte den älteren Menschen den Platz zu räumen und „benahm“ sich „ordentlich“. Es hat uns nicht geschadet. Im Gegenteil, wenn ich heute die jungen Menschen so beobachte, muss ich gestehen, tun sie mir im Herzen leid, weil ihnen niemand anscheinend die einfachsten Benimmregeln beibringt.

Gestern Abend lief im Fernsehen eine dieser Soaps. Eine junge Frau, gerade mal etwas über zwanzig, versuchte einem jungen Mann eine Wohnung zu vermieten. Auf ihre Frage, ob er sich von seiner Freundin getrennt hätte, erklärt er, er wohne noch bei seinen Eltern. Mit großen Augen schaute ihn die junge Frau erstaunt an und meinte dann, er sei ja wohl ein Nesthocker. Der junge Mann guckte etwas verstört, anscheinend hatte er sein Zuhause-wohnen noch nicht aus diesem Aspekt gesehen. Soweit so gut. Doch die Frau, die in ihrem Leben wohl nichts von Nestwärme gehört hat, gab keine Ruhe zu diesem Thema und hakte mehrmals nach. Im Grunde redete sie ziemlich abfällig über das „Zuhause wohnen in diesem Alter“. Ob dies nur eine „interessant klingende“ Passage im Drehbuch dieser Serie war oder nicht, stelle ich nun einfach in den Raum. Aber es hat mich doch gewaltig aufgeregt, welche armseligen Werte hier über eines der größten Medien vermittelt werden sollen.

Familien werden nun einmal gegründet. Warum heiraten Menschen und bekommen Kinder, doch nur, weil sie einen engen Verbund der Gemeinschaft leben wollen. Wo steht geschrieben, dass Kinder, auch wenn sie schon etwas „älter“ sind, mit ihrer Volljährigkeit fluchtartig das Elternhaus verlassen müssen?  Ganz fatal finde ich inzwischen, dass in unserer Zeit „in“ zu sein scheint, die „Nesthocker“ so verbal anzugreifen. Sie werden doch im Grunde als lebensunfähig abgestempelt. Nur stelle ich mir die Frage, warum haben wir in unserer modernen Gesellschaft so viele psychisch kranke und gestörte Jugendliche? Die Kliniken sind voll von solchen armen jungen Wesen, deren Leben nicht einmal ansatzweise normal verläuft geschweige denn, denen man die Chance gegeben hat, sich im Elternhaus heimisch zu fühlen. Wo frage ich, sollen die wertvollen Jungen denn Werte erhalten, wenn nicht bei ihren Eltern und in der Familie? Warum sind Unmengen von jungen Leuten von irgendwelchen Suchtmitteln „abhängig“? Wissen nicht, wohin sie mit ihren Problemen und Fragen gehen können? Natürlich muss nicht jeder junge Mensch gleich in sein Unglück abstürzen, aber ich sehe die Gefahr in denen, die keinen Halt finden. Denn genau diese verdrehten Psychen sind letztendlich die Gefahren für die von oben herab sehenden „Guten im Lande“.

Es regt mich wirklich total auf, wenn ich solche Soaps sehe, in denen die „Eltern“ schon nicht in der Lage sind, Werte zu vermitteln. Und die Kinder aufmüpfig und radikal eigensinnig auf ihrem „Recht“ pochen…. Ich frage mich…. Was suchen sie wirklich? Der neueste Trend dieser Sendungen scheint dahin zu gehen, junge Menschen, die absolut kein Benehmen haben, und sich angeblich ändern wollen, in solche Benimm-und Zusammenhalt-Camps zu stecken und medienwirksam zu zeigen, wie gut doch das Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt ist.

Seit einem Jahr kann ich täglich erleben, dass ein junger Mensch, der nachdem er bereits aus dem Elternhaus ausgezogen war und vier Jahre in einer eigenen Wohnung sein Leben prima gemeistert hatte, wieder ins Elternhaus zurück gezogen ist. Dieser junge Mensch ist deswegen in seiner Entwicklung als reifer Mann ganz gewiss nicht zurückgefallen, geschweige denn könnte er sich nicht selbst versorgen. Auch was seine berufliche Karriere angeht, geht er Riesenschritte vorwärts. Und sein Freundeskreis trifft sich nun eben in seiner kleinen Wohnung im Elternhaus. Fremde, die ihn fragen würden, wo er wohnt, würden ihn vielleicht als Nesthocker oder Hotel-Mama-Genießer bezeichnen, aber auch nur Fremde, die ihn nicht kennen. Er ist selbständig, keine Frage.

Und da ich seine Mutter bin, muss ich nun eine Lanze für Mütter und Söhne oder Töchter brechen, die sich nicht als Hotel-Mama-Betreiber und – Genießer sehen. In meinem Fall „muss“ ich nicht für meinen Sohn kochen, nein es ist mir eine Freude. Und wenn ich für mich und meinem Mann das Essen zubereite, ist da immer noch so viel übrig, dass es für eine weitere Person reicht – also, kein Problem. Mein Sohn ist von Natur aus ein Spaßvogel, immer zu einem lustigen Spruch bereit, der mich schon viele Male morgens um Sieben zum Lachen gebracht hat. Es ist ein Geben und Nehmen zwischen uns. Einer der Vorteile, dass er bei uns wohnt, ist z.B mein ständig zur Verfügung stehender PC-Support, mein Sohn arbeitet erfolgreich in der IT-Branche, also brauche ich keine teure IT-Firma zu bemühen, wenn mein PC schwächelt oder das Internet nicht funktioniert. Das ist doch ein Argument oder? Diese Liste an Vorteilen für uns als Eltern und ihn als Sohn könnte man ausweiten.

Was ich jedoch ganz klar erkannt habe, ist die Tatsache, dass es ein Geben und Nehmen sein muss. Und ich glaube, dies fängt nicht erst an, wenn die Kinder in die Pubertät kommen. Viele Male in seiner Jugend habe ich ihm beigebracht, was es bedeutet zu teilen oder ohne Entlohnung zu helfen. So mancher Akt der Überzeugung war damals notwendig. Auch Strenge und Konsequenz gehörten dazu. Im Gegenzug jedoch auch immer die Gewissheit für ihn, dass wir als Eltern ihn von Herzen lieben und hinter ihm stehen, was auch kommt. Er wusste als Kind schon und weiß es bis heute, dass er uns vertrauen kann, genau so wie wir ihm vertrauen und wissen, dass er uns nicht ausnutzen würde. Heute glaube ich, dass dies der Schlüssel zu dem Zusammenleben war, das wir heute praktizieren. Eines Tages wird er eine Familie gründen wollen, dann reicht der Platz zuhause nicht mehr aus, dann wird er ausziehen und sich eine größere Wohnung suchen. Das wird für uns in Ordnung sein.

Übrigens haben wir nicht nur diesen einen Sohn, wir haben drei davon. Jeder für sich ein außergewöhnlicher Mensch. Jeder brauchte in seiner Jugend ganz spezielle Zuwendung, absolut verschieden, was uns als Eltern oftmals an die Grenzen des Verstehens brachte. Aber heute sehen wir die Frucht. Wir gaben unser Bestes, was nicht immer das Beste für unsere Söhne war – nach deren Ansicht. Wir haben tatsächlich manches Mal ziemlich danebengelegen. Aber wer hat dieses Problem nicht. Doch ich glaube heute zu sehen, dass am Ende der Zusammenhalt in Problemen und die gegebene Liebe unsere Söhne zu wertvollen, ehrlichen, strebsamen Männern gemacht hat.

FAZIT: Nicht die Kinder sind nur die Bösen. Gebt euren Kindern Nestwärme, gebt ihnen eure ehrliche Liebe, gebt ihnen auch Zucht und Ordnung, gebt ihnen Werte, die nichts mit moderner Kommunikation zu tun haben, sondern die aus dem Herzen kommen. Dann erst kauft ihnen das neueste Handy. Zeigt ihnen, dass das Leben ein Geben und Nehmen sein muss, damit alle zufrieden zusammen leben können. Dann wird es kein Hotel-Mama und Nesthocker-Gehabe mehr geben. Unsere Kinder sind alles, was wir tatsächlich „hinterlassen“. Gebt ihnen die Chance, wertvolle Menschen zu werden, die wertvolle Menschen in der nächsten Generation erziehen können, dann werdet ihr als Großeltern erleben, dass ein Haus voller Menschen auch ein Heim voller Wärme ist. Ich jedenfalls fühle mich nicht ausgenutzt, nein vielmehr genieße ich die kostbaren Minuten, in denen ich meinen Sohn morgens beim Frühstück sehen kann. Ich genieße die Familienessen, die ich schon Wochen vorher planen muss, damit alle terminlich Zeit haben. Wie wertvoll diese Zeiten für mich sind, in denen meine ganze Familie an meinem Tisch sitzt und isst und lacht und Spaß hat – auch wenn dies nur ein paar Mal im Jahr geschieht und nur zwei bis drei Stunden dauert – das begreift man erst, wenn man älter wird und die Kinder ihre eigenen Wege gehen.

Hört auf von Nesthockern und Hotel-Mama´s zu reden. Vielmehr freut euch, dass ihr gemeinsam euer Leben voller Freude und Frieden gestalten dürft. Morgen kann alles schon ganz anders sein – bedenkt dies!

Mein Buch „Das Einfache Evangelium“

Posted by on 27 Feb 2011 | Filed under: Allgemein

Gott ist „einfach“ zu verstehen. Man muss nur gut zuhören und
befolgen, was uns geraten wird!Wartezeiten – Segenszeiten

 

Auszug aus meinem neuen Buch „Komm lass dich lieben“

Posted by on 18 Jan 2011 | Filed under: Allgemein

16.01.2011  Der weiße Handschuh

Heute ist Sonntag, es ist 6.35 Uhr. Ich nehme meine Bibel zur Hand und lasse sie alleine aufschlagen.

1. Chronik 16, 21 bis 24… da fallen die Blätter auseinander:

21. Er ließ niemand ihnen Schaden tun und strafte Könige um ihretwillen.

22. Tastet Meine Gesalbten nicht an und tut Meinen Propheten kein Leid.

23. Singet dem Herrn alle Lande, verkündiget täglich Sein Heil.

24. Erzählt unter den Heiden Seine Herrlichkeit, unter allen Völkern Seine Wunder

Für mich war sofort klar, was der Herr zu mir sagen wollte. Zuerst darf mir niemand Schaden zufügen, und mich nicht antasten, weil ich Seine Gesalbte bin, das hat Er mir schon vor Jahren gesagt. Dass ich gerade diese Stelle gefunden habe, hat mich sehr gefreut. Das heißt für mich, ich brauche keine Angst zu haben, wenn mir jemand entgegen geht, ich bin Sein Werkzeug, das Er bewacht und behütet. Und in Vers 23 bezieht sich das auf meinen Lobpreis – zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was 24 Stunden später auf mich zukommen sollte  – ich weiß, dass ich mit den Begabungen, die ich bekommen habe, anderen Menschen zum Segen sein werde, sogar „vielen“. Das war die Verheißung… und dass der Himmel über mir offen ist!

17.01.2011 Taten ohne Worte

In der folgenden Nacht wachte ich um 3.48 auf, irgendwie fühlte ich, ich hatte eine Audienz bei meinem Herrn. Früher war ich ganz versessen darauf, nachts solche Begegnungen zu haben, da musste ich noch aus dem Schlafzimmer schleichen, damit ich meinen Mann nicht aufweckte und bei Kerzenschein meine  Bibel lesen, heute in dieser Nacht hätte ich nur das Licht anschalten müssen, aber ich tat es nicht. Ich konnte zwar nicht schlafen, aber ich weigerte mich, meine Augen aufzumachen. Ich fing an, Gott einen halbherzigen Lobpreis in meinen Gedanken zu widmen und brachte allerlei Vorwände ein zu meiner Verteidigung. Das muss man sich einmal vorstellen…. Anstatt zu hören, was Gott mir mitteilen wollte, verplemperte ich die kostbare Nachtzeit mit solch profanen Ausreden. Ich habe dann wohl doch geträumt. Ein ganz wirrer Traum war das. Lauter dummes Zeug. Am Schluss stand ich vor unserem Briefkasten und holte jede Menge Post heraus. Darauf lagen zwei angeschnittene Äpfel, wie wir sie im Winter an die Vögel verfüttern. Ich dachte noch, die hat sicher meine Nachbarin da hinein gelegt und sah zu ihrem Fenster hoch, da stand sie am Fenster, ich gab ihr Zeichen, dass ich nur die Post hinlegen wollte um dann nochmal zu ihr zurück zu gehen und mit ihr zu reden.

Als ich vor der Haustürstufe stand,, da spürte ich, dass mich irgendetwas unsanft  an meinem linken Oberarm anstieß. Ich schaute hin, woran ich mich gestoßen haben konnte… und dann ging alles in einem Nu…. Da war eine weiße Hand, besser gesagt, es sah aus, wie einer dieser weißen dünnen Handschuhe, die man fürs Gläserpolieren benutzt. Aber die Hand war NUR die Hand, kein Arm, nichts. Diese Hand hatte mich mit einem Finger angestupst. Noch während ich diese Hand ungläubig ansah, kam noch eine zweite Hand, beide packten mich, nicht unbedingt unsanft, eher sehr bestimmt, und trugen mich in den Flur. An dem Türrahmen der Abschlusstüre waren zwei Nägel eingeschlagen, ein etwas größerer und ein kleinerer. Ich wurde so schnell auf diese Nägel zugeschoben, dass ich dachte, ich würde mich daran verletzen, doch kurz vor den Nägeln stellten die Hände mich wieder auf den Boden.

Ich wusste sofort, was das zu bedeuten hatte, es war als würde Gott ernsthaft  zu mir sagen: Wenn du jetzt nicht Meiner Arbeit nachgehst…

Ich vertrödle sehr viel Zeit im Internet oder ich lasse mich schnell ablenken, und dabei weiß ich, dass ich etwas zu tun habe für meinen Dienst. Meist ist dann meine Zeit um und ich habe wieder nichts für Ihn getan. Ich fühlte genau den gleichen Ärger in dieser Situation, wie damals am 2.1.2011, als ich   zum Gottesdienst fuhr und  auf der Bundesstraße plötzlich von Gott hörte: Ich frage dich noch einmal, willst du nun Mir nachfolgen oder dein eigenes Leben leben….. ?! Das war genau die gleiche Tonlage ohne Worte, es war einfach eine Erkenntnis, die nicht umzustoßen ist.

Hätte Er mich nicht so rigoros ins Haus verfrachtet, wäre ich zu meiner Nachbarin gegangen und hätte mit ihr ein Gespräch angefangen. Anstatt Ihm Lobpreis und Anbetung zu bringen. Ich war so geschockt, sofort machte ich meine Augen auf und sah auf die Uhr, es war zu spät. Es war 5.35, um 5.40 musste ich aufstehen. Mir war hundeelend. So sehr hatte mich diese Aktion getroffen. Früher war ich glücklich über Nachtaktionen und jetzt hatte meine Faulheit gesiegt, und damit auch der Feind. Ich konnte ihn regelrecht lachen hören. Mir ging es den ganzen Tag unglaublich schlecht. Andauernd dachte ich, ich müsste mich übergeben und hatte Kopfschmerzen. Fast den ganzen Tag lag ich herum und konnte nicht einmal schlafen, obwohl ich so müde war. Ich mühte mich ab, Gott Lobpreis zu spielen, aber es hatte nicht wirklich Wirkung, auch meine laut ausgesprochenen Gebete gingen nicht weit nach oben. So ergab ich mich dann endlich, bat um Vergebung, gab Gott mein Versagen und bat Ihn, mir noch einmal eine Chance zu geben. Neugierig auf das, was ich versäumt hatte, war ich schon. Mir war trotzdem übel, das blieb den ganzen Tag so.

Ich nahm mir vor, ab jetzt meinen Wecker eine Stunde früher zu stellen und auch wenn ich müde sein werde, und in der Bibel zu lesen, so etwas will ich nie mehr erleben müssen. Ich weiß doch, wie schön diese Nachtzeiten sind, ich habe schon einige davon erlebt und immer waren es ganz besondere Offenbarungen, die ich bekam.

Am Morgen dann überlegte ich ganz genau, was ich tun sollte. Ich hatte begriffen, dass der Herr jeden Tag Seinen Zehnten meiner jetzt vorhandenen Zeit haben will. Das sind 2,5 Stunden pro Tag. Das reicht aus, um meinen Lobpreis zu bringen, um Ihn anzubeten, um für Verschiedenes, was Er mir zeigen wird, Fürbitte zu leisten und auch noch aufzuschreiben, was dabei geschieht. Sendungen ansehen und solche Sachen sind ok, aber zuerst möchte Er Seinen Anteil. Darum will ich ab jetzt schon mal für ein vernünftiges morgendliches Fundament  sorgen.

Nachdem ich den Tag schleppend verbringen musste, schlug ich die Bibel nochmal auf und Psalm 145 stand auf der aufgeschlagenen Seite. Das sind die gesammelten Psalmen über Lobpreis und Anbetung. So lernte ich in meiner Schwachheit, wie die Gesalbten vor meiner Zeit Ihn angebetet haben. Die Art und Weise ist die Gleiche, damals wie heute. Ich lernte an diesem Tag viel darüber, wie und warum ich anbeten und lobpreisen soll.  Zum Beispiel verstehe ich jetzt, dass Lobpreis nicht nur „etwas singen“ bedeutet, sondern:

Lobpreis ist ein Lebensstil

Kurz darauf werde ich auf ein Buch über Lobpreis aufmerksam, das es bei einem Missionswerk sogar kostenlos gibt. Da steht auch als Vorwort, Lobpreis ist ein ständiges und beständiges Leben mit Gott. Ernsthaft mit Ihm leben zu wollen, Ihm täglich sagen, wie wir zu Ihm stehen, Ihm sagen, dass wir Ihn lieben und Ihm vertrauen wollen, Ihn handeln lassen wollen, Ihm unser Leben voll und ganz anvertrauen wollen. Das ist eigentlich Lobpreis und Anbetung, nicht nur die halbe Stunde sonntags in der Kirche, wobei ich sagen muss, dass ich diese Zeit schon sehr oft genussvoll in Seiner Gegenwart verbringen durfte. Aber dieses genussvolle Zusammensein und Miteinander möchte Gott anscheinend 24/7/365 von uns. Und an dem Tag predigte Joyce Meyer genau über dieses Thema, das war mir Bestätigung, dass ich richtig liege.

Aber unser Herr ist nicht unser Herr…. Wenn nicht noch etwas viel Schöneres nachfolgt. So war es bei mir schon immer. Ich ging an diesem Abend nach diesem schlimmen Tag schlafen und versprach Gott, mich eine Stunde vor dem Aufstehen mit Ihm zu treffen und bat noch einmal um das, was Er mir in der Nacht hatte zeigen wollen. Ich sagte Ihm, ich vertraue Ihm und liebe Ihn!

Und so öffnet sich Gottes Gnade und Großzügigkeit….. Es ging weiter….!

18.01.2011 – Gnade und die Problem – Bohnenstangen

Ehrlich gesagt, wenn ich nicht eine Nacht und einen Tag vorher so eine furchtbare Lektion von Gott bekommen hätte, wäre diese nächste Aktion sicher nicht so bei mir angekommen. Aber in dieser Nacht, die auf meine Faulheitsnacht folgte, erlebte ich meinen Gott wieder in voller Aktion.

Ich hatte ja versprochen, meinen Wecker auf 4.40 zu stellen und dachte, das ist eine gute Zeit.

Und ich war bereit, meine Aufmerksamkeit wirklich Ihm zu geben, auch wenn ich noch so müde sein sollte. Aber Gott gedachte es anders zu machen!

Um 1.55 bin ich aufgewacht. Ich schaute auf die Uhr und dachte, es ist noch Zeit und wollte weiter schlafen, aber ich wurde immer wacher. Da begriff ich, dass dies jetzt Seine Zeitplanung war. Er sollte recht behalten. Mit dem, was mein Gott mir zu sagen hatte, wäre ich mit meinen kalkulierten 60 Minuten nicht zurecht gekommen. Das Ergebnis wäre gewesen, dass ich mich nicht voll und ganz auf Sein Reden hätte konzentrieren können, weil ich ja nach den 60 Minuten aufstehen musste.

Mir fiel ein, dass ich vor Jahren einmal darum gebeten hatte, „früher“ geweckt zu werden, damit ich noch genug Zeit hatte, mich Ihm voll und ganz zu widmen. Prompt waren diese Weckzeiten damals immer so um kurz nach Mitternacht. Und so war es auch diese Nacht. Wie gesagt, 1.55 die genialste Zeit zuzuhören. Ich war kein bisschen müde, mir war auch nicht mehr schlecht, nur ein wenig tat mir der Kopf noch weh.

Ich habe mir früher schon angewöhnt, zuerst aufzuschreiben, was ich auf dem Herzen hatte, so bekam ich den Kopf frei, um Ihm auch wirklich zuzuhören. Das tat ich auch heute Nacht. Ich dankte Ihm für Seine Liebe und Geduld mit mir. Und ich bat darum, dass er mir noch einmal zeigen möchte, was Er mir sagen wollte. Ich schrieb, dass ich wirklich bereit war, Ihm zu dienen, dass ich dazu aber unbedingt Seine Hilfe brauche. Dann fiel mir nichts mehr ein, was mir auf dem Herzen lag. Ich legte die Bibel auf meinen Schoß und ließ sie alleine auffallen. Sie klappte bei Matthäus 13 auf. Diese Seite hatte sich schon sehr oft aufgeschlagen, das kann man an den Datumseinträgen erkennen, die ich darauf notiert habe. Interessanterweise fiel mir heute Nacht auf, dass es immer Datumsangaben  einiger aufeinander folgenden Tage waren. Ich verstand, dass der Herr mich lehren wollte. Der Text heute Nacht war aus

Matthäus 13, Verse 24 bis 30  Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen

Ich habe diese Verse schon sehr oft gelesen. Heute Nacht aber wurden sie mir ganz anders ausgelegt.

Es ging plötzlich um „Probleme“. Und ich bekam direkt beim Lesen ein Bild dazu. Probleme jedweder Art haben wir täglich. Manche sind so kompakt, dass wir sehr damit kämpfen müssen, manche sind schnell erledigt. Egal wie, wir müssen uns damit auseinandersetzen. Nun zeigte mir Gott folgendes Bild dazu:

Da war ein Stück Ackerboden mit feinster Pflanzerde. Da hinein legte Gott Seine Samenkörner, das ist Seine Liebe zu uns, Seine Geduld, Seine Hilfe, Kreativität für uns, Begabungen, schöne Zeiten, lauter positive Dinge. Im gleichen Augenblick steckt der Feind seine Problemstangen dazu. Je nachdem wie groß das Problem für uns sein sollte, waren die Stangen länger oder kürzer. Dies können unter anderem sein: Probleme mit Menschen, Krankheit, Finanzelle Sorgen, Kummer, alles Mögliche, das uns negativ beschäftigt und uns von Gottes Geschenken ablenken soll.

Dann erklärte Gott mir, was Er dazu tat. Er gab Gnade zum Wachstum Seiner Samenkörner und Er würde sie vor schlechten Einflüssen bewahren, indem Er Seine Hand darüber hält . Meine Aufgabe war, die Samen zu bewässern. Das wird geschehen, wenn ich Ihn anbete, Ihm Lobpreis darbringe, Ihn ständig im Fokus habe, sozusagen mit Ihm mein ganzes Leben verbringen will. Diese Zuneigung meinerseits wird die nötige Feuchtigkeit an die Sämlinge bringen, sodass sie wachsen können. Meine tägliche Bewässerung bewirkt Gottes Fürsorge für mich, Seine Liebe, und Sein Wille, mich und mein Haus zu versorgen.

Nun, das ist verständlich. Aber wozu durfte der Feind seine Problemstangen dazu stecken, das fragte ich Gott. Seine Antwort war typisch. Logisch und einfach. Schau genau hin, sagte Gott zu mir. Die Samen fingen an zu keimen. Es kam eine Ranke aus dem kleinen Korn. Sie wuchs sehr schnell und brauchte Halt. Sie wand sich immer im Kreis wie eine Stangenbohnen-Pflanze. Diese Ranke fand Halt an der Problemstange. Und nicht nur das, sie wand sich an der Stange hoch und wickelte sie regelrecht ein. Die Ranke wuchs in dem Maße, wie ich „bewässerte“. Wenn ich meine Aufgabe ernst nehmen würde, würde sie üppig ranken und die ganze Stange damit einhüllen, sodass man nur noch die Ranke sah, die nach oben hin weiter wuchs und unten schon Früchte erkennen ließ. Diese Ranke erinnerte mich immer mehr an Stangenbohnen-Pflanzen.

Meine Berufung ist Lobpreis, Anbetung, Fürbitte und … schreiben. Nun hatte ich meine Aufgabe für Lobpreis und Anbetung verstanden, aber was war mit der Fürbitte? Da zeigte mir der Herr, dass ich Fürbittegebete direkt zu Ihm in Sein Reich senden würde. Sie waren nicht zum Bewässern gedacht, sondern hatten eine ganz andere Funktion. Einerseits stand ich beim Fürbitten vor Gott um „für einen anderen zu bitten“, das heißt, ich bin bereit, für einen anderen Menschen etwas zu tun, wovon ich keinen direkten Nutzen haben würde, Gott aber auf mein Bitten hin demjenigen helfen würde.  Andererseits aber gibt Gott immer etwas zurück. So zeigte Er mir, dass jedes Fürbittegebet von mir dafür sorgen wird, dass vom Himmel her eine Kraft auf meine Samenranken kommen wird, die die Ranken untereinander verbindet und sie so zu einem dichten Blätterwald vereinen wird, die am Ende die Problemstange überflüssig machen und diese dann unter der gesunden Ranke meines wachsenden Glaubens vermodern wird. Einfach so, als wenn man ein Holz ins Feuchte legt, es vermodert, wird brüchig und irgendwann wird es wieder zu guter Pflanzerde. Um also meine Berufung effektiv zu machen, gehören diese drei Komponenten zusammen. Noch ein interessanter Aspekt wurde mir gezeigt. Viele Problemstangen beinhalten Streitigkeiten, die nur mit Vergebung aus der Welt geschafft werden können. Vergebung laut ausgesprochen löst die Problemstange ebenfalls auf.  Zurück bleibt dann nur die verwurzelte, verwachsene Glaubensbohne, die wieder Frucht bringen kann.

Nun zeigte mir Gott noch, dass Er die Problemstangen zuließ, die der Feind setzen durfte. Sie waren wichtig für unser geistiges Wachstum. Das kann ich bestätigen. Die schlimmsten Probleme, die im Laufe meines Lebens auf mich zugekommen waren, brachten am Ende des dicksten Segen. Diese Erkenntnis kann meist erst nach Jahren gesehen werden, wenn die Auswirkungen sichtbar werden. Also darf es für mich in Zukunft keine Gejammere mehr wegen irgendwelcher Probleme geben. Sie werden da sein, so sicher wie Gott uns beschenken will. Und jetzt weiß ich, wie ich sie sinnvoll einsetzen kann, meinen Glauben wachsen zu lassen, Gott zu dienen und den Menschen dadurch zum Segen zu werden. Gott hat mir deutlich gezeigt, das Er jeden Tag neue Sämlinge für mich pflanzt, und der Feind eben auch neue Probleme. Das wird mein Leben lang so gehen. Aber ich werde stärker und stärker im Glauben an Gott und dementsprechend werden die Problemstangen auch schneller überflüssig werden.

Und zu meiner Berufung zum „schreiben“ zeigte mir der Herr noch, wie ich zum Segen werden kann, indem ich diese Erkenntnisse, die Er mir schenkt, weitergeben. So schließt sich der Kreis. Der Herr gibt, wir tun das Unsere dazu, Segen entsteht!

Das Ende dieser Nachtaktion war dann um 3.20. Also hätten meine 60 Minuten wirklich nicht ausgereicht. Ich werde diese Zeit künftig trotzdem einkalkulieren aber gleichzeitig viel sensibler auf Sein Rufen reagieren. Heute, da ich kaum geschlafen habe, bin ich frisch und es geht mir sehr gut. Gestern, als ich meinte, lieber schlafen zu wollen, ging es mir sehr schlecht.

Fazit: Seine Zeit ist unser Gewinn!

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Posted by on 30 Dez 2010 | Filed under: Allgemein

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